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Current research projects

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Individual funding:

  • Episoden aus dem Leben eiszeitlicher Höhlenkünstler - Analyse menschlicher Fußabdrücke mit indigenem Wissen und Methoden westlicher Wissenschaften

    Term: 1. January 2017 - 31. December 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Aufbauend auf drei Pilotstudien (2013 bis 2015) sollen in dem beantragten Forschungsvorhaben spätpleistozäne und frühholozäne Fußabdrücke in ausgewählten südwestfranzösischen Bilderhöhlen von indigenen Fährtenlesern aus Namibia mit ihren eigenen indigenen Methoden untersucht werden. Parallel hierzu sollen dieselben Fußabdrücke mit aktuellen Methoden westlicher Wissenschaften analysiert werden, so dass die Ergebnisse beider Methodenspektren unmittelbar miteinander verglichen und diskutiert werden können. Die Analyse von Fußabdrücke ist seit den ersten Untersuchungen in den 1970er Jahren ein Desiderat der prähistorischen Archäologie, obwohl über Fußabdrücke wertvolle Einblicke in die Nutzung von Bilderhöhlen gewonnen werden können. Im Zentrum des beantragten Forschungsvorhabens stehen drei Anliegen: 1. Evaluation der im Rahmen der Pilotstudie von 2013 erarbeiteten Ergebnisse, 2. Generierung neuer Daten und 3. Aufbau einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke. Die Forschungen stehen in einem engen Austausch mit zwei weiteren, methodisch verwandten Projekten, die in einem Paketantrags Archäologie und indigenes Wissen (DFG 944/1) gebündelt sind.Gerade durch die Entwicklung einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu den archäologischen Wissenschaften und deren Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.

  • Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau, Rumänien

    Term: 15. September 2014 - 31. December 2099
    Funding source: andere Förderorganisation, Bayerische Staatsministerien
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3265
  • Bevölkerungsschätzungen in den Vici des Obergermanisch-Raetischen Limes

    Term: 1. January 2010 - 31. December 2099
    Funding source: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3277

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  • Teilprojekt THEFBO: Gerätschaften und Funktionstextilien

    Overall project: Die kulturhistorische Bedeutung des Textilhandwerks in den prähistorischen Feuchtbodensiedlungen am Bodensee und Oberschwaben - im Kontext von Anforderungen an textile Objekte und ihre Wahrnehmung.
    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: BMBF / Verbundprojekt

    Der Verbundpartner FAU untersucht in diesem Verbundprojekt die Gerätschaften zum Textilhandwerk und
    Funktionstextilien, die in elementaren Arbeitsbereichen früher bäuerlicher Siedlungsgemeinschaften, hier
    im Kontext der Pfahlbaukulturen, genutzt wurden. Bei den Gerätschäften soll eine erste Sondierung
    erfolgen. Seile/Knoten und Schnüre gehören zu den wichtigsten Textilgruppen im alltäglichen Leben. Hier
    soll eine grundlegende Bestandsaufnahme ihre Einsatzmöglichkeiten, wie im Lastenversatz, beim Hausbau
    oder als Verbindungselement von Verbundstoffen, wie geschäfteten Werkzeugen, erfolgen. Im Bereich der
    Fischfangtechniken sollen in Hornstaad Hörnle IA die Fischknochen mit einbezogen werden; ebenso die
    Aufnahme der Netzsenken. Maßgeblich bei der Auswertung wird das Herausarbeiten der spezialisierten
    Fischfangtechniken sein und deren Tradierung, bzw. Ausbreitungswege. Die Erfahrungen aus den
    Versuchen der Experimentellen Archäologie sollen den Stellenwert spezifizierter Funktionstextilien in
    diesen Siedlungsgemeinschaften herausstellen.

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  • Nachahmungen griechischer Vasen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: der Tonwarenfabrikant August Sältzer in Eisenach als Beispiel

    Als ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche, mit antiken Gefäßen reich ausgestattete Gräber in Unteritalien und Etrurien aufgedeckt wurden, erregte dies erhebliches Aufsehen in Europa. Schnell wurden erste Sammlungen zusammengetragen und große Stichwerke – wie die ab 1767 erschienene Publikation der Sammlung des englischen Gesandten am neapolitanischen Königshof Sir William Hamilton – verbreiteten die Kenntnis der Vasen und ihrer reichen Bilderwelt. Die dadurch steigende Nachfrage nach antiker Keramik ließ sich nicht einmal mehr durch die zahlreichen Raubgrabungen, die alle archäologischen Kontextinformationen unwiederbringlich zerstörten, befriedigen. So gewannen auch moderne Reproduktionen und freiere Nachahmungen verschiedener Firmen wie die neapolitanische Manufaktur Giustiniani an Beliebtheit und fanden Eingang in Sammlungen und private Interieurs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verebbte das Interesse für antikisierende Keramik nicht, im Gegenteil: neue Firmen – wie etwa die dänische Firma Hjorth in Rønne – entstanden und fertigten noch bis ins 20. Jahrhundert hinein für eine breite interessierte Kundschaft.

    Bislang fast unbekannt ist der archäologischen Rezeptionsforschung die Produktionslinie der Firma August Sältzer, die spätestens ab 1864 in Eisenach mit der Fertigung von Gefäßen nach antiken Formen und mit antiken oder antikisierenden Bildern begann. Weitaus bekannter ist diese Firma heutzutage für ihre Bierhumpen, etwa Nachahmungen der sogenannten Creußener Krüge, während die antikisierenden Vasen in Vergessenheit geraten sind.
    Als Vorlagen für die Vasen wurden Stichwerke wie die 190 Tafeln mit Umrisszeichnungen umfassende Galerie Mythologique. Recueil de Monuments pour servir a l’étude de la mythologie, de l’histoire de l’art, de l’antiquité figurée. Et du langage allégorique des anciens von Aubin-Louis Millin (Paris 1811) oder die zahlreichen Publikationen des Klassischen Archäologen Eduard Gerhard verwendet, die die Vasenbilder in reichen, kolorierten Stichen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatten. Beiden Publikationen, die exemplarisch für eine ganze Reihe anderer im 19. Jahrhundert stehen, ist gemeinsam, dass sie die Bilder von ihrem dreidimensionalen Bildträger – der Vase – lösen und quasi als Abrollung auf die Tafel drucken. Dadurch waren sie als Vorlagen für das neu entstehende Kunstgewerbe und seine unterschiedlichen Belange verwendbar – ob auf Möbeln, als Wanddekoration oder eben auf neuen Gefäßen. So werden in der Firma August Sältzer sowohl die Bilder als auch die Ornamente, Vasenformen und der Malstil von der Antike übernommen, jedoch stets in neuen Kombinationen, unabhängig von der originalen Vase. Da es sich somit nicht um Kopien handelt, steht das originale Objekt anders als in der Archäologischen Wissenschaft nicht im Vordergrund des Interesses. Allein die Vorbildhaftigkeit der antiken Formen und Bilder für das Kunstgewerbe war von Bedeutung. Kunstfertigkeit besaß derjenige, dem es gelang, mit Geschmack diese Elemente zu kombinieren.
    Und August Sältzer scheint diesbezüglich überaus erfolgreich gewesen zu sein, da man seine Arbeiten mehrfach auf den Kunstgewerbeausstellungen in Deutschland und Österreich prämierte und seine Vasen auch Eingang in den Bestand der neu entstandenen Kunstgewerbemuseen (etwa in München und Wien) fanden. Und nicht nur dies: Die Firma erwarb sich wegen ihrer qualitätsvollen Nachahmungen auch den Titel des Hoflieferanten am preußischen Königshof.
    Die Untersuchung der Eisenacher Produktion kann daher einen beispielhaften Einblick in den zeitgenössischen Geschmack – vor allem des wohlhabenden Bürgertums – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geben. Die Antike gesellte sich in deren heimischen Interieurs immer häufiger neben Produktionen anderer Stilarten – ohne, dass dies störte, wie die „Zeitschrift für Kunst und Gewerbe“ von 1873 zur Verwendung derartiger Vasen bemerkte: „Man könnte vielleicht die Frage aufwerfen: Was sollen diese Nachbildungen altgriechischer Vasen und Schüsseln in unsern modern eingerichteten Zimmern? Werden sie, müssen sie dort nicht den Eindruck der Unruhe, des Unpassenden machen, das mühsam hergestellte Ensemble derselben stören? Die Frage ist unbedingt zu verneinen, sofern der Besitzer überhaupt ein Verständniss für die Eigenart der einzelnen Gegenstände mitbringt, die er in seinen Gemächern zusammenstellt, sobald er mit Absicht und künstlerischem Geschmacke wählt, der ihn in Bezug auf Form und Farbe das Richtige treffen lässt. Ist das der Fall, dann stören diese Nachbildungen neben Majoliken so wenig, als Abbildungen des Parthenon-Frieses neben einer solchen der Hermannsschlacht auf dem östlichen Giebel der Walhalla und eine Copie der Mediceischen Venus neben einer Apostelfigur von Peter Vischer.“ (Kunst und Gewerbe, Wochenschrift zur Förderung Deutscher Kunst-Industrie 7. Jg. Nr. 27, 1873, 214)

    Verschiedene Exemplare der Produktion und ein Verkaufskatalog der Firma ermöglichen einen nahsichtigen Einblick in die Variationsbreite der Produktion. Anhand dieser Zeugnisse werden Fragen nach den Geschmacksvorstellungen der Zeit in Bezug auf die griechische Antike, den Umgang mit Vorlagewerken und dem Stellenwert der Originale untersucht, ebenso wie ein Einblick in die spezifische Rezeption der Antike und die damit zusammenhängende kunstgewerbliche Produktion im Historismus verfolgt wird.

    Projektleitung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt
    Durchführung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt, Katharina Hefele, BA, Jannis Rütten, BA

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  • Reeducation Revisited: Transnational and Comparative Perspectives on the Post-World War II Period in the USA, Japan, and Germany

    Term: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Producing and Consuming Authenticity — Politics of the Past in the Cultural and Creative Industries in the Sinophone Sphere

    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    This projects examines the role of authenticity in the creation and circulation of historical memories in the Sinophone sphere. It reconsiders the significance of history and memory making in China, Hong Kong and Taiwan that in the past decades was transformed profoundly by a pluralization of history writing. Digital technologies, popular media and commercialization in the cultural and creative industries have shaped the ways and processes through which cultural products invent and contest for historical authenticity. Complementing the top-down perspective in existing research that has long focused on state policies and national identity discourses we analyze popular modes of representing and recreating imaginaries of the past in three case studies: 1. historical sites and living history tourism; 2. non-state organized exhibitions and museums on 20th century history; and 3. culinary culture. These are currently heavily debated sites where consumers build up or reactivate links to the past through personal and personalized experience of re-enacting the past, re-using historical artifacts, or re-living the past by sensual nostalgia. In all cases, the once reified past has become an event or a marketable commodity that has replaced historical truth with authenticity and thus seemingly no longer exclusively follows a political logic. Inventing and contesting historical authenticity has become a highly complex process in which memory concepts oscillate between colonial and/or revolutionary nostalgia and inevitable globalization.
    The core question of this project are: How do cultural and creative industries help the consumer to invent an experience of historical authenticity through his/her reenactment and performance of the past and his/her negotiation with multi-layered temporalities and displacement of nostalgia? How does the often proclaimed withdrawal of political ideology and state authority contribute and respond to the growing polyphony in the culture and creative industries, and what social and political implications do various self-claimed authentic historical narratives and memories hold for the societies which are analyzed? The project aims to give a more nuanced view of the roles of the state, society and culture industry in the politics of remembrance, to rethink the relationship between popular and official views on history, and finally to scrutinize recent theoretical innovations developed in heritage studies and public history for their possible contribution to the study of historical memory in the Sinophone sphere.

  • Standards of Decision-Making Across Cultures

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2022
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://www.sdac.studium.fau.de/

    Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC) is an interdisciplinary study programme in cultural studies with an emphasis on East Asian societies. It allows the students to acquire profound academic and methodological knowledge, as well as additional key skills regarding decision-making processes in East Asia. The MA degree program requires a BA degree of variable disciplinary orientation. This non-consecutive Master’s program draws from the fields of anthropology, philosophy, political science, economics, history, and Chinese studies. In addition to core courses, students have the possibility to further shape their curriculum around linguistic-cultural, comparative-philosophical, or economical & political academic focuses.

    During their obligatory stay at the European Centre for Chinese Studies (ECCS) in Beijing, students will be given the opportunity to apply their theoretical knowledge to both academic and everyday situations in China.

    The programme is organized into four semesters. Students must acquire a total of 120 ECTS credit points. The Master’s thesis is due at the end of the fourth semester. The study plan includes lectures (including the IKGF lecture series), seminars and tutorials. All courses are held in English.

  • Emmy Noether-Program: "The Bureaucratization of Islam and its Socio-Legal Dimensions in Southeast Asia"

    Term: 1. October 2016 - 30. September 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Emmy-Noether-Programm (EIN-ENP)
  • Fate, Freedom and Prognostication. Strategies for Coping with the Future in East Asia and Europe

    Term: 1. July 2015 - 30. June 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Funding of research groups – overall projects:

  • Elite Master Program "Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC)"

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2022
    Funding source: Bayerische Staatsministerien

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Projects on own resources:

  • Grundbegriffe chinesischer Geschichte im transnationalen Kontext

    Term: since 1. October 2018
  • Scientists and their Knowledge Networks in the Cold War Era

    In the past decades, the history of science has experienced numerous turns due to new methodologies or the investigation of previously overlooked sources. This gave rise to new perspectives that have emphasized the contribution of non-European societies to both the emergence and formation of academic disciplines. While these findings have been analyzed in detail for late imperial and Republican China, the case for the People’s Republic of China during the Cold War era has remained a lacuna. This project understands knowledge production as a continuous transnational process in which the countries of China, Japan, USA, Western Europe and the Soviet Union were equally involved. Applying methods of digital humanities (DH) we measure and visualize transnational knowledge flows beyond the national scale by highlighting the movement of scientists, of their publications and of research topics across time and space.

Individual funding:

  • Reeducation Revisited: Transnational and Comparative Perspectives on the Post-World War II Period in the USA, Japan, and Germany

    Term: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Epistolary Culture in the English Restoration

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2020
    Funding source: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://www.angam.phil.fau.de/fields/enst/lit/research/epistolaryrestoration/
  • Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

    Term: 1. May 2018 - 30. April 2025
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Individual funding:

  • Spatio-linguistic practices in a transnational context: Social differentiation and agency in the bateyes of the Dominican Republic

    Term: 1. September 2016 - 31. August 2024
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • ‚Paragesellschaften‘. Parallele und alternative Sozialformationen in den Gegenwartskulturen und -literaturen

    Term: 22. May 2016 - 31. January 2021
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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  • Wissensproduktion und -transfer in Naturwissenschaften und Literatur

    Term: 1. October 2016 - 30. September 2021
  • Narrative Entwürfe möglicher Welten in Science Fiction und populärwissenschaftlichen Schriften über Kosmologie und Astronomie

    Term: 1. October 2016 - 30. September 2021
  • Kant's Philosophical Writings in Translations

    Term: 1. September 2016 - 1. October 2020
  • Transmediale story worlds in der Gegenwartsliteratur und –kultur

    Term: 1. April 2016 - 30. September 2020
  • Dokufiktionales Erzählen in der zeitgenössischen Populärkultur

    Term: 1. October 2015 - 30. September 2020

Individual funding:

  • Deutsch als Fremdsprache lernen mit Fußball

    Term: 1. September 2020 - 28. February 2021
    Funding source: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Anschlussuntersuchung an den Schulversuch "Lernen in zwei Sprachen – Bilinguale Grundschule Englisch"

    Term: 1. October 2019 - 31. July 2022
    Funding source: Bayerische Staatsministerien

    Inder Anschlussuntersuchung an den Schulversuch „Lernen in zwei Sprachen –Bilinguale Grundschule Englisch“ ist es das Ziel, in den Jahrgangsstufen 5 bis7 der weiterführenden Schulen Erkenntnisse über den weiteren Bildungsverlaufvon Schülerinnen und Schülern zu gewinnen, die in ihrer Grundschulzeit nach demUnterrichtskonzept Lernen in zweiSprachen deutsch-englisch bilingual unterrichtet wurden. Die Untersuchungerstreckt sich über die Schuljahre 2019/2020 bis 2021/2022 und wird an ca. 100 Mittelschulen,Realschulen und Gymnasien in ganz Bayern durchgeführt.

    Longitudinalwird untersucht, inwieweit sich die in der Grundschule bilingual unterrichtetenSchülerinnen und Schüler durch die weiterführende Schule mit Blick auf ihreBildungsbiografie gut aufgenommen fühlen, wie die Erziehungsberechtigten undLehrkräfte dies einschätzen, welche Leistungen die betroffenen Schülerinnen undSchüler im Fach Englisch an der weiterführenden Schule zeigen und welcheMaßnahmen sich aus leitfadengestützten Interviews mit Lehrkräften und anderenerhobenen Sprachdaten über eine möglichst wirkungsvolle Unterstützung desweiteren Bildungsverlaufs der vormals bilingual unterrichteten Schülerinnen undSchüler ableiten lassen.

    Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus inKooperation mit der Stiftung Bildungspakt Bayern ist federführend bei dieser Anschlussuntersuchung.Mit der Durchführung der wissenschaftlichen Untersuchung ist der Lehrstuhl fürFremdsprachendidaktik mit Schwerpunkt Didaktik des Englischen derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Thorsten Piske undDr. Anja Steinlen) betraut.

  • Schriftspracherwerb im Kontext der Mehrsprachigkeit

    Term: 1. September 2019 - 31. August 2020
    Funding source: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Term: 1. July 2019 - 31. December 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Term: 1. January 2019 - 31. December 2020
    Funding source: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    The goal ofthe project that is implemented in cooperation with the Salahaddin Universityin Erbil is to create sustainable structures and academic capacities in teachereducation in the Kurdistan Region (Iraq) with regard to  teaching, research, and the so-called ThirdMission (university’s interaction with the society through innovation transfer,training, service learning and social engagement). The interaction between highereducation and society is crucial for the field of teacher education, inparticular for such issues as theory-practice relationship, the implementationof regionally significant research into practice or the acceptance of educationalideas (e.g., inclusion) among parents and other stakeholders. The projectaddresses current problems of teacher education and takes into account thecurrent political, social and economic situation in the Kurdistan region. It focuseson two innovative thematic fields (Diversity Education with a particular emphasison human rights and Entrepreneurship Education) and contributes to themodernization of teacher education in the region. The project contributes tothe development of teaching, research, university structures, and universitymanagement, supports young academics, and promotes regional and international networksbetween university and non-university actors. Through professional and culturalexchange, the project strengthens the expertise of FAU in research areas of MiddleEast Economy and Society, (international) teacher education research, and theinternational and intercultural dimension of teacher education.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften (RebeL)

    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Introduction

    Research evidence indicates that teachers’ personal beliefs (e.g. worldview; anthropology; ethical convictions) are in correlation with their professional thinking and acting. The following reasons suggest that this is true especially for religious beliefs.

    - In the psychology of religion, religious beliefs are conceived of as particularly significant beliefs for religious persons that potentially shape their whole lives.

    - Normatively, educational operators with religious background (e.g. churches, Christian welfare organizations) expect that teachers integrate their spirituality into their professional activity. This is why, for instance, teachers at Christian schools are demanded to be church members.

    - In sociopolitical discourse on schools religious aspects become relevant again and again (e.g. headscarf debate, crucifix controversy, dispute on ritual prayer in schools).

    - In empirical research, studies from the USA in particular have been able to demonstrate effects of religious beliefs on teachers’ thinking and acting. However, because there are significantly more religious people among the US population, these findings cannot simply be applied to Germany.

    For Europe and Germany there is a blatant research deficit concerning this topic.

    2. Research question / hypotheses

    Are there correlations between teachers’ religious and professional beliefs at German schools? Our hypothesis is that indeed there are such correlations and that they can be empirically recorded. Furthermore, we assume that such research can substantially support the advancement of schools and teacher education, because

    -       religiosity can be a personal resource of teachers that helps them in their professional tasks;

    -       religiosity can, especially in fundamentalist forms, be an impairment and a disturbing factor for fulfilling their professional tasks;

    -       normative allegations about the influence of teachers’ religiosity on their professional thinking and acting should be empirically elucidated.

    We advocate the objective that (future) teachers should critically reflect on their religious beliefs and worldviews as well as on the potential relationships of these beliefs with the teaching profession so that teachers are able to deal with them in a professional and productive way. This seems even more important, as the increasing number of migrants in Germany (and thus also more teachers and pupils with migration background) show a higher degree of religiosity than those from German origin.

    To reach this objective, empirical findings are essential as a basis.

    3. Research design

    In a hypothesis testing design we intend to conduct an online survey among teachers at general schools in two exemplary regions of the Federal Republic of Germany. The evaluation of the data will employ correlation and path analyses as well as structural equation models.

  • Qualification of Geography Teachers for Inclusive Education. Development and Evaluation of Programs for Inclusive Teaching of Geography in University and In-Service Training Using a Design-Based Research Approach

    Term: 1. January 2018 - 31. December 2020
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/geolink/

    Für die Qualifizierung von Lehrpersonen für einen inklusiven Unterricht sind entsprechende Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen notwendig. Jedoch fehlen bislang theoretische und empirische Erkenntnisse zur Konzeptualisierung bzw. Identifizierung der notwendigen fachdidaktischen Qualifikationen im Bereich des Geographieunterrichts. Daher soll in diesem Projekt das für einen inklusiven Geographieunterricht notwendige fachdidaktische Wissen identifiziert bzw. modelliert werden. Danach sollen im Forschungs- und Entwicklungsrahmen des Design-Based-Research universitäre, geographiedidaktische Seminare sowie Fortbildungsveranstaltungen für Geographielehrpersonen entwickelt, durchgeführt und in Form eines mixed-methods-Ansatz forschend begleitet werden. Dabei stehen Gelingensbedingungen der Veranstaltungen sowie Wirkungen auf Einstellungen und das fachdidaktische Wissen im Forschungsinteresse. Insbesondere in konzeptionellen Phasen des Projektes erfolgt eine enge Einbindung sonderpädagogischer Expertise.

  • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts „Bilinguale Grundschule Französisch“

    Term: 1. August 2017 - 31. October 2022
    Funding source: andere Förderorganisation

    DerLehrstuhl für Fremdsprachendidaktik führt seit August 2017 diewissenschaftliche Begleitung des von der Stiftung Bildungspakt Bayerngeförderten Modellversuchs „Bilinguale Grundschule Französisch“ durch. An demModellversuch nehmen insgesamt elf Grundschulen in Bayern teil. Die Umsetzungdes Französischangebots reicht von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaftenoder als Zusatzangebot im Ganztag bis hin zu Bilingualem Sachfachunterricht inder Regelklasse.

    Diewissenschaftliche Begleitung umfasst die Entwicklung eines Kompetenzrahmens fürFranzösisch an der Grundschule, die Unterstützung der Lehrkräfte durchFortbildungsveranstaltungen sowie die wissenschaftliche Evaluation. Sie findetin enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterrichtund Kultus sowie mit dem Deutsch-Französischen Institut statt.

    Beider Untersuchung von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaften und alsZusatzangebot im Ganztag steht die Frage im Vordergrund, wie sich die jeweiligeUmsetzungsvariante bzw. Organisationsform auf den Erwerb des Französischenauswirkt. Beim Bilingualen Sachfachunterricht in derRegelklasse konzentriert sich die Evaluation auf die Frage, wie sich derbilinguale Unterricht Deutsch/Französisch auf die Kompetenzen im Sachfach, imDeutschen und im Französischen auswirkt.

    In jahrgangsstufenangemessenen Tests werden die Kompetenzen allerSchülerinnen und Schüler im Französischen, bei den deutsch-französischbilingual unterrichteten Grundschulkindern außerdem die Kompetenzen im Sachfachund im Deutschen überprüft. Weiterhin werden Elternfragebögen analysiert,Erhebungen zu kognitiven Grundfähigkeiten durchgeführt und untersucht, ob esLeistungsunterschiede zwischen ein- und mehrsprachig aufwachsenden Kindernsowie zwischen Mädchen und Jungen gibt.

Funding of research groups – overall projects:

  • Fachübergreifende Digitale Bildung – Kompetenzen für das Unterrichten in der digitalen Gesellschaft

    Term: 1. November 2016 - 1. October 2021
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://ddi.cs.fau.de/forschung/digi4all

    Ziel des Projekts Digi4All ist die Konzeption, Ausgestaltung und Implementierung eines Online-gestützten Studienangebots zur Digitalen Bildung für Lehramtsstudierende aller Fächer und Schularten. Das Projekt greift die Ziele der Zukunftsstrategie der Bayerischen Staatsregierung zum Thema „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“, des KMK-Schwer­punkt­themas „Bildung in der digitalen Welt“, der Digitalen Strategie 2025 des BMWi und des neuen FAU-Leitbild-Konzepts „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ auf. Durch ein innovatives Blended-Learning-Lehr-Lern-Angebot soll ein Beitrag geleistet werden, digitale Bildung in den Lehreramtsstudiengängen aller Fächer zu verankern.

Funding of research groups – subprojects:

  • BayTreeNet - Talking Trees - TP3: Bildung für Nachhaltige Entwicklung

    Overall project: "Talking Trees": Schnittstelle von Klimadynamik, Dendroökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung
    Term: 1. October 2018 - 30. September 2023
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (seit 2018)
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/baytreenet/

    Im Zentrum dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes steht die bildungsbezogene Arbeit zu Zusammenhängen von Großwetterlagen und Waldökosystemen in Bayern im Kontext des Klimawandels. Dazu wird u.a. ein Unterrichtskonzept für Schülerinnen und Schüler in Bayern entwickelt und forschend begleitet, in dem die regional unterschiedlichen Auswirkungen von (durch den Klimawandel verändert auftretenden) Großwetterlagen auf Waldökosysteme im Zentrum stehen. Die begleitende Forschung beleuchtet die Wirkungen des Unterrichtskonzepts, u.a. hinsichtlich Veränderungen im Wissensbereich und bei Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse fließen wiederum in eine Überarbeitung des Konzeptes ein, so dass ein empirisch fundiertes und in der schulischen Praxis erprobtes Unterrichtskonzept unter dem Leitbild einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet wird. Es ermöglicht als übergeordnete Zielstellung einen Wissenstransfer in die Zivilgesellschaft über die in diesem Kontext besonders relevante Institution Schule. So kann eine große Gruppe von Entscheidungsträgern der Zukunft erreicht werden, die von den regionalen Folgen des Klimawandels in besonderem Maße betroffen sein werden, bei der jedoch bislang große Defizite insbesondere im Wissens- (Folgen des Klimawandels) und Einstellungsbereich (wenig eigene Bezüge zum Klimawandel) festzustellen sind.

Projects on own resources:

  • Alltagsweltliche Vorstellungen von Schüler*innen der Grundschule zum natürlichen Wasserkreislauf

    Term: 1. July 2018 - 30. June 2021

    Im Projekt werden die alltagsweltlichen Vorstellungen von Schüler*innen in der Grundschule zum Thema "Natürlicher Wasserkreislauf" erforscht. Dabei wird im Sinne eines mixed-methods-Ansatz zunächst ein geschlossener, itembasierter Fragebogen eingesetzt, um besonders häufig auftretende alltagsweltliche Vorstellungen sowie bestimmte Vorstellungsmuster zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden mit ausgewählten Schüler*innen leitfadengestützte Interviews geführt, um die Vorstellungen in der Tiefe verstehen zu können.

  • Lehrerinnen der Stadt Erlangen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus - politische und pädagogische Arbeit

    Term: since 1. December 2017

    Eine Veröffentlichung im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes des Stadtarchivs Erlangen ist für 2020/21 geplant.

    Ausgangspunkt meiner Arbeit ist der Nachlass der Lehrerin Elisabeth Ewald. Das Forschungsvorhaben erstreckt sich jedoch auch auf weitere exemplarische Personenkreise und auf die  Untersuchtung weiblicher Handlungsspielräume vom Ende des Ersten Weltkriegs über die Novemberrevolution 1918/19 bis zum Ende der NS-Diktatur.

  • Concept Maps als Strategie für sprachliches UND fachliches Lernen im Geographieunterricht (Arbeitstitel)

    Concept Maps (auch Begriffsnetze oder Gedankenlandkarten) als Sonderform der Mappingverfahren dienen der systematischen Darstellung von Inhalten und Konzepten. Durch die Visualisierung von Begriffen und ihrer Beziehung zueinander wird das Vorwissen und das erworbene Wissen strukturiert und neu organisiert. Derartige Strukturierung von Wissen wird vor allem in naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern für das fachliche Lernen genutzt.

    Im Geographieunterricht werden Concept Maps hauptsächlich für drei verschiedene Bereiche verwendet: zur Erschließung von Fachtexten (Raschke 2018), zur Diagnostik von Fachwissen (Mehren, Rempfler, Ulrich‐Riedhammer 2015) und zur Strukturierung von Vorwissen (Schramke 1999). Bisherige Studien zum Einsatz von Concept Maps beziehen sich auf lernförderliche Effekte im fachlichen Bereich. Ein Desiderat stellt allerdings die Betrachtung der Concept Maps als Strategie für das sprachliche Lernen für alle SchülerInnen und insbesondere diejenigen mit Deutsch als Zweitsprache dar.

    In dem Promotionsprojekt wird dieser Frage nachgegangen. Es wird untersucht, welche sprachförderlichen Effekte die Arbeit mit Concept Maps für die Lernenden im Geographieunterricht hat. Grundannahme ist, dass fachliches Lernen und sprachliches Lernen eng miteinander verbunden sind. Geplant ist eine Interventionsstudie.

  • Beliefs of University Students of Teacher Training in Geography on Scientific Methods

    Term: since 1. October 2017
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/forschung/

    Das unterrichtliche Handeln von Lehrpersonen wird von deren subjektiven Überzeugungen (sog. beliefs) zum Beispiel zum Ablauf von Lernprozessen im Allgemeinen oder zum Nutzen bestimmter Unterrichtsmethoden im Speziellen beeinflusst. Im Bereich der Unterrichtsmethoden gelten naturwissenschaftliche Arbeitsweisen (Experimente, Untersuchungen, …) als Schlüssel für den Aufbau eines Wissens über das Fach Geographie, im Geographieunterricht kommt ihnen daher eine große Bedeutung zu. Jedoch deuten empirische Studien darauf hin, dass naturwissenschaftliche Arbeitsweisen von Geographielehrpersonen im Unterricht wesentlich seltener eingesetzt werden, als dieses aus didaktischer Perspektive wünschenswert und auf normativer Ebene (Lehrpläne) vorgeschrieben ist. Die konkrete Entscheidung für oder gegen den Einsatz einzelner Methoden treffen die Geographielehrpersonen; daher ist es von großem Interesse und für mögliche Interventionen in Aus- und Fortbildung von großer Bedeutung, mehr über die bislang nicht erforschten beliefs der Lehrpersonen zu diesem Bereich zu wissen. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Projekt fragebogengestützt erhoben werden, welche beliefs (angehende) Geographielehrpersonen zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen haben, wie diese beliefs mit allgemeinen beliefs zu Lernprozessen in Beziehung stehen und ob sich diese beliefs in positivem Sinne verändern lassen. Dazu werden Geographielehrpersonen in unterschiedlichen beruflichen Stadien (Studium, Referendariat, Schuldienst) in einer Querschnittsstudie befragt.

  • Effekte musikalischer Aktivitäten im Alter

    Term: 1. October 2016 - 30. November 2020
  • Die geographische Perspektive im Sachunterricht kompetenzorientiert unterrichten

    Term: 1. October 2015 - 31. December 2020

    Im Rahmen des Projektes wurden konzeptionelle Ansätze sowie Unterrichtsbausteine für einen kompetenzorientierten Sachunterricht in der geographischen Perspektive entwickelt.

  • Geschichte des AfS

    Term: 12. November 2010 - 19. November 2020

Individual funding:

  • Prekäre Literaturen (1830-1900). Zur Erschließung und Systematisierung nichtkanonisier-ter Erzähltexte im 19. Jahrhundert

    Term: 1. October 2019 - 30. September 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Term: 1. October 2019 - 30. September 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert) (2019-2022)

    Term: since 9. June 2019
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.literarischer-zweifel.phil.fau.de/
  • Artefakte der Avantgarden 1885-2015 - Schlecht gemachte Bücher: Subversive Publikationspraktiken und hybride Artefakte der Neo-Avantgarde im postdigitalen Zeitalter

    Term: 1. April 2019 - 30. March 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.apod.li

    Print-on-demand is a new production method based on digital print that has revolutionized the book world. Allowing for very small print runs down to one single copy the availability of book titles no longer requires a physical stock—in contrast to traditional print runs. This has fundamental effects on the production of printed matter and its contents.

     Contemporary experimental artists and writers who have adopted print-on-demand publishing praise the method’s low financial risk, creative autonomy, and independence from trade publishers. They embrace it as a means of self-empowerment and democratization—although (or, maybe, precisely because) it has been discredited by the literary establishment as a vanity enterprise and by book lovers and designers irritated by its low production values. Drawing on some of the most notable examples of the genre, this research project investigates how print-on-demand facilitates an astonishing variety of forms and aesthetic approaches and how it functions as a critical media practice that continues avant-garde, underground, and counterculture traditions and also responds to our post-digital age in compelling us to re-conceptualize our understanding of the book and publishing.

     Our collection of artistic print-on-demand publications will grow through curatorial acquisition and artist’s/author’s contributions. It will be preserved in future years as special collection in the Bavarian State Library, a leading German library. It will be an important resource for the study of print-based experimental publishing, art and literature in the post-digital era.

  • Produktivität und Kreativität in der Lexik des Ostfränkischen

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2020
    Funding source: Fritz Thyssen Stiftung

    DasProjektthematisiert die Frage, wie sich Dialekte in Richtung Regiolekte undStandardsprache weiterentwickeln und akkommodieren. Dieses Ziel steht imKontrast zur bisherigen Forschung, die weitgehend auf den Aspekt desDialektabbaus ausgerichtet ist. Im Projekt wird das lexikalische Potential vonDialektsprechern und -sprecherinnen in den Fokus gerückt: Erstmals wirdsystematisch am Beispiel des Ostfränkischen untersucht, was denWortschatzausbau im Dialekt steuert.

    DerAusbau des Dialektwortschatzes erfolgt auf dreierlei Weise: durch Wortbildung(Produktivität) sowie Bedeutungsbildung und Entlehnung (Kreativität). Alsprimäre Datenbasis dient das online verfügbare Material des Fränkischen Wörterbuchs, das Erhebungenaus den Jahren 1960–2001 enthält. Zur Ergänzung dieser Daten wird einvergleichendes Korpus ‚Dialektliteratur‘ aufgebaut und ausgewertet. ZurÜberprüfung der Ergebnisse werden kompetente Dialektsprecher und -sprecherinnenin Interviews befragt.

  • Dokufiktionales Erzählen. Neue Formen des Realistischen in der Literatur der Gegenwart

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2021
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Dem Projekt geht es um eine grundlegende Konturierung und Produktiv-Machung des aktuell hochvirulenten Begriffs ‚Dokufiktion‘ für den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Ziel soll allerdings nicht dadurch erreicht werden, dass Dokufiktion als eigenes Genre in der literarischen Landschaft etabliert wird, wie es in anderen Ansätzen bereits der Fall ist. Vielmehr wird die dokufiktionale Narration als eine gegenwärtige Schreibweise und Erzählhaltung begriffen, die in reflektierter Weise auf den zunehmenden Realitätsverlust in einer digitalen und virtuell überformten Lebenswelt antwortet und einen konstruktiven Umgang mit dieser veränderten medialen Realität erprobt. Hierfür nutzen die bewusst zwischen Fakt und Fiktion changierenden Texte sowohl dokumentarische als auch fiktionale Darstellungsformen, die mithilfe intramedialer, intermedialer und transmedialer Verfahrensweisen verwoben werden. Diese vielfältigen Erzählverfahren und Darstellungsweisen – unter Einbezug zeitgenössischer medientheoretischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher und nicht zuletzt philosophisch-ethischer Ansätze – offenzulegen, sie in ihrer Funktionsweise ebenso wie in ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung zu analysieren und daraus eine Poetik dokufiktionalen Erzählens abzuleiten, ist die Zielsetzung des Projekts.

  • Irrtum in der Literatur

    Term: since 27. September 2018
    Funding source: Fritz Thyssen Stiftung
  • Reconstructing Arguments from Noisy Text (DFG Priority Programme 1999: RATIO)

    Term: 1. January 2018 - 31. December 2020
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Social media are of increasing importance in current public discourse. In RANT, we aim to contribute methods and formalisms for the extraction, representation, and processing of arguments from noisy text found in discussions on social media, using a large corpus of pre-referendum Twitter messages on Brexit as a running case study. We will conduct a corpus-linguistic study to identify recurring linguistic argumentation patterns and design corresponding corpus queries to extract arguments from the corpus, following a high-precision/low-recall approach. In fact, we expect to be able to associate argumentation patterns directly with logical patterns in a dedicated formalism and accordingly parse individual arguments directly as logical formulas. The logical formalism for argument representation will feature a broad range of modalities capturing real-life modes of expression such as uncertainty, agency, preference, sentiment, vagueness, and defaults. We will cast this formalism as a family of instance logics in the generic logical framework of coalgebraic logic, which provides uniform semantic, deductive and algorithmic methods for modalities beyond the standard relational setup; in particular, reasoning support for the logics in question will be based on further development of an existing generic coalgebraic reasoner. The argument representation formalism will be complemented by a flexible framework for the representation of relationships between arguments. These will include standard relations such as Dung's attack relation or a support relation but also relations extracted from metadata such as citation, hashtags, or direct address (via mention of user names), as well as relationships that are inferred from the logical content of individual arguments. The latter may take on a non-relational nature, involving, e.g., fuzzy truth values, preference orderings, or probabilities, and will thus fruitfully be modelled in the uniform framework of coalgebra that has already appeared above as the semantic foundation of coalgebraic logic. We will develop suitable generalizations of Dung's extension semantics for argumentation frameworks, thus capturing notions such as “coherent point of view” or “pervasive opinion”; in combination with corresponding algorithmic methods, these will allow for the automated extraction of large-scale argumentative positions from the corpus.

  • Nachwuchsforschergruppe "Der flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts

    Term: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
  • Lyrics of the German Middle Ages: A Digital Edition of Minnesang

    Term: 1. March 2017 - 28. February 2026
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.ldm-digital.de

    A significant proportion of the Minnesang has been repeatedly transmitted. An intense text-theoretical and media-historical discussion in recent years has shown that the transmission in its variability should be taken very seriously. The aim of the project is to transfer this level of understanding consequently into editorial practice. The means to achieve this is to replace the printed book with the electronic edition. Only the electronic edition allows for the processing of texts in their different transmissions in such a way that every user can be provided with exactly the synopsis that is currently needed. In addition, the text can not only be presented in an editorially modified way; it can also be presented in manifestations like transcription or digital reproduction, which lead to the manuscripts themselves. Finally, the adoption of electronic media allows for the texts to be made freely accessible for everyone (Open Access). The project is a follow-up of a pioneer project in which the editorial concept has been worked out in detail, in which different workflows have been tested, and technical feasibility has been proven. corpus includes the entire Minnesang.

  • Forschungspartnerschaft zur Komödie im 18. Jahrhundert

    Term: 8. March 2016 - 31. December 2020
    Funding source: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR), Fritz Thyssen Stiftung
  • Literarischer Untergrund. Schriftstellerische Produktion in nichtakademischen Milieus des 17. bis 19. Jahrhunderts

    Term: 1. January 2005 - 31. December 2025
    Funding source: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://untergrund.repositorium.gf-franken.de/

    Der Bestand an deutscher Literatur, der im Licht heutiger literaturwissenschaftlicher Forschung als kanonisiert gilt, stammt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Wesentlichen von männlichen protestantischen Angehörigen der akademischen Bildungsschicht, die durch eben diesen Hintergrund über einen relativ homogenen Wissens- und Wertungshorizont verfügten. Dabei trifft man bei unvoreingenommener Auswertung der schriftstellerischen Produktion auch zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert auf eine überraschend hohe Zahl von Autoren, die trotz fehlender höherer Schul- oder gar Universitätsbildung produktiv am literarischen Leben teilnahmen. Sie verfaßten und publizierten Texte aller denkbaren Gattungen, die sich zum Teil an den Konventionen der „Bildungsliteratur“ orientierten, zum Teil aber inhaltlich und formal auch eigenen, alteritären Traditionen folgten.

    Das Forschungsprojekt soll zum einen die Entstehensbedingungen und Funktionen literarischer Werke rekonstruieren, die in bildungsfernen Milieus entstanden sind („Sitz von Literatur im Leben“). Zum anderen sollen die Formen, rhetorischen Verfahren und Kunstmittel analysiert und die immanente Poetik derartiger Literatur beleuchtet werden.

    Anstatt der in der Literaturwissenschaft bislang gängigen Opposition zwischen ‘Gelehrtenliteratur’ und ‘Volksliteratur’ bzw. ‘populärer Literatur’ wird dabei ein Milieu-Modell angewandt, das auf sozial- und bildungsgeschichtlichen Quellen basiert und eine angemessenere Binnendifferenzierung auch nichtintellektueller Autorenkreise erlaubt. Milieus werden durch eine Vielzahl korrelierender Elemente (neben Geburts- und Rechtsstand auch Konfession und Bildungsgang, Beruf und Status, Vermögen, soziale und politische Loyalitäten etc.) bestimmt; zentral für die literarische Produktion scheinen dabei v.a. die Stufungen der Teilhabe an der „Bildungstradition“ zu sein, d.h. Wissensinhalten und Formvorschriften, die im akademischen Unterricht vermittelt wurden.

    Ein solcher Ansatz erlaubt es einmal, relativ direkte Interdependenzen zwischen der Rhetorizität der Texte und ihren außerliterarischen Kontexten aufzudecken. Er ermöglicht zum anderen einen differenzierteren Blick auf die Literaturhistorie, die nur scheinbar durch den heute konsekrierten „Mainstream“, tatsächlich aber durch mehrere „literarische Kulturen“ geprägt war, die in komplexer Gemengelage nebeneinander existierten und jeweils über bestimmte Trägerschichten und Geltungsbereiche verfügten.

    Teilprojekte:

    • Werkausgabe Wilhelm Weber (abgeschlossen)

    • Poetische Neujahrswünsche

    • Lob des Handwerks

Funding of research groups – overall projects:

No projects found.

Funding of research groups – subprojects:

No projects found.

Projects on own resources:

  • Poetiken des Parasitären

    Term: since 1. January 2019
  • Athena Norica - Altdorfer Universitätsgeschichte

    Term: 1. January 2007 - 31. December 2027
  • Alba Amicorum - Erforschung und Dokumentation

    Term: 1. March 1995 - 31. December 2027

Individual funding:

  • Russischer Republikanismus vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

    Term: 1. December 2019 - 30. November 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • The sultan and the stars. al-Ashraf Umar's Kitab al-Tabsira fi ilm l-nujum

    Term: 15. November 2019 - 14. November 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://tabsira.hypotheses.org/
  • Spektakuläre Gewaltakte. Transnationale Öffentlichkeiten und Terrorismus, 1880-1914

    Term: 1. November 2019 - 31. October 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    In dem Projekt soll die kommunikative Wirkung spektakulärer Gewaltakte in den letzten beiden Jahrzehnten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges in vergleichender und transnationaler Perspektive analysiert werden. Als „spektakulär“ werden dabei Attentate bezeichnet, die besonders heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorriefen. Dies galt (und gilt) insbesondere für terroristisch motivierte Bombenattentate aus dem Untergrund mit einer großen Zahl unbeteiligter Opfer, aber auch für Pogrome und Massaker. Geplant ist zunächst eine möglichst dichte Beschreibung der unmittelbaren Reaktionen auf Gewaltereignisse in Spanien, Frankreich, dem Russischen Reich und den USA anhand der bereits vorhandenen Literatur sowie anhand von Quellen aus dem unmittelbaren Umfeld (Polizei- und Gerichtsakten, Geheimdienstberichte, Bekennerschreiben, Memoiren). Darauf folgt eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Zeitungen, die über Attentate berichteten. Von Interesse sind dabei Zeitungen, deren Berichterstatter unmittelbar vor Ort waren, sowie daran anschließend die nationale und internationale Presse, in der die Ereignisse kommentiert und eingeordnet wurden. Die Arbeit wird damit einen wichtigen Beitrag nicht nur zum besseren Verständnis von durch Gewalt ausgelösten kommunikativen Dynamiken, sondern auch der transnationalen Vernetzung von Öffentlichkeiten vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges leisten.

  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Term: 1. October 2019 - 30. September 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Überlieferungsweisen - Betrachtungsweisen - Gebrauchsweisen: Bedeutungszuweisungen an Artefakte der Hellseherei

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2020
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Regesta Imperii - Quellen der Reichsgeschichte

    Term: 25. February 2016 - 31. December 2033
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Fate, Freedom and Prognostication. Strategies for Coping with the Future in East Asia and Europe

    Term: 1. July 2015 - 30. June 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Funding of research groups – overall projects:

No projects found.

Funding of research groups – subprojects:

No projects found.

Projects on own resources:

  • Adelsverflechtungen zwischen Romania und Germania am Beispiel der historischen Gebiete des Grenzraums „Saar-Lor-Lux“ (ca. 1600−1737)

    Term: since 1. April 2020

    Das Vorhaben ist als Postdoc-Projekt konzipiert und thematisch im Bereich der Neueren Geschichte, Schwerpunkt 17. und frühes 18. Jahrhundert, angesiedelt. Ziel ist die Erforschung grenzübergreifender Transferprozesse am Beispiel ausgewählter Adelsverbindungen in den historischen Gebieten einer heutigen europäischen Binnenregion (Großregion bzw. "Saar-Lor-Lux"). Das Projekt folgt neueren, transfer- bzw. verflechtungshistorischen Ansätzen und erprobt diese anhand von Geschehenszusammenhängen lokaler bzw. regionaler Tragweite, wie sie auch in mikrohistorischen Untersuchungen Beachtung finden. Im Mittelpunkt stehen klassische Formen adeliger Herrschaftsausübung und Selbsterhaltungsstrategien, welche geographische, sprachliche, kulturelle oder konfessionelle Transgressionen aufwiesen, vor allem (I) höfische und geistliche Laufbahnen, (II) Heiratsprojekte sowie (III) Migrationen und kulturelle Transferprozesse (Menschen, Tiere, Güter), die zuweilen mit (I) und (II) einhergingen. Ausgangspunkt ist eine Erhebung von familienbezogenen Akten und Amtsbüchern in den jeweiligen Kommunal- und Landesarchiven respektive Nationalarchiven, darunter Korrespondenzen adeliger Familienmitglieder, Inventare, administrative Schriftwechsel und Zeugnisse der Standeskorporationen. Das Erkenntnisinteresse ist auf zwei Ebenen anzusiedeln. Zum einen sollen Mechanismen sprachlicher und kultureller Übersetzungsprozesse in kleinen Räumen sondiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Alteritätserfahrungen, die eher bei sprachlichen Verständigungsproblemen, kulturellen Missverständnissen und politischen Konflikten als in 'erfolgreichen' Beziehungen zum Ausdruck kamen. Zum anderen zielt die Untersuchung auf politische Merkmale 'kleiner', bislang wenig beachteter Herrschaftsträger, die direkt an und über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg agierten: Neigten die lokalen Eliten im stark fragmentierten und herrschaftlich instabilen Raum Lothringen, Luxemburg und Mosel-Saar angesichts fehlender Machtmonopole und äußerer Hegemonialansprüche zu einer Beziehungsverdichtung? Welche Faktoren waren in diesem spezifischen Fall für eine versuchte Netzwerkbildung ausschlaggebend? Das Projekt leistet einen Beitrag zur übergreifenden Regionalgeschichte eines klassischen Grenzraums sowie zur Methodenbildung innerhalb der historischen Grenzraumforschung, die gerade komplexere, vornationalstaatliche Konstellationen noch nicht abschließend erforscht hat.

    Résumé (fr.)

    Le projet vise à étudier les notions d’échange entre noblesses dans l’espace frontalier formé par les territoires historiques de l’actuelle Grande Région, sujet qui n’a jamais fait l’objet d’une étude systématique. Tandis que les réseaux transnationaux des noblesses de cour ont fait l’objet de recherches exhaustives, le « cosmopolitisme » des noblesses provinciales, agissant à l’échelle micro-locale, laissent encore en suspens quelques questions: De quelles stratégies politiques, culturelles et linguistiques les collectifs nobles se servaient-ils pour nouer des liens au-delà des frontières? L’absence d’un monopole de pouvoir, privilégiait-il la fusion entre noblesses et l’émergence d’une « terre de métissage » (Motta 2016)? À base de sources relevant de l’histoire locale seront étudiés méthodiquement deux familles exemplaires, leurs pratiques matrimoniales ainsi que d’autres liens dans les terres limitrophes. Le rôle spécifique de la noblesse luxembourgeoise sera d’abord traité à part, puis relié à l’ensemble des transferts culturels franco-germaniques.

  • Studien zur Perzeption, Inszenierung und Funktionalisierung der Apostel in Spätantike und Frühmittelalter (Habilitationsprojekt)

    Term: since 1. February 2018
  • Griechische Epigraphik, Feldforschung.

    Term: 1. April 2010 - 31. March 2035
    URL: http://www.boris-dreyer.de/

    Jährlicher Aufenthalt an den Grabungsorten Metropolis in Ionien bei Izmir, Magnesia bei Aydin,  Appolonia bei Bursa, Nikaia bei Iznik (Istanbul)

Individual funding:

  • Serielle Handlungsmacht. Eine historische Produktionsstudie zu Serien im öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehen auf Grundlage des Nachlasses von Wolfgang Rademann

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2021
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.serielle-handlungsmacht.fau.de

    The project is devoted to researching the (professional) papers of recently-deceased television producer Wolfgang Rademann by means of a production studies approach. The goal of our microscopic production study is twofold: We, first, aim to clarify for media historiography the diverse, heterogeneous dynamics of serial television production, a process that very much depends on specialization and division of labor. Secondly, we will inquire from a discourse analysis perspective which strategic operations and attributions enabled Rademann to act as ultimate authority in questions of German TV entertainment for decades.

Funding of research groups – overall projects:

No projects found.

Funding of research groups – subprojects:

No projects found.

Projects on own resources:

  • Theater im Archiv: Orte, Ordnungen, Prozesse

    Term: since 1. February 2019
  • Probenprozesse in der Oper. Szenarien der Hervorbringung von Wissen über zukünftige Aufführungen

    Term: since 2. May 2018

    In den Forschungen zum Verhältnis von (Theater)Wissenschaft und Theater(kunst) ist die ästhetische Praxis der Oper bislang noch wenig präsent. Dies gilt insbesondere für einen erst in den letzten Jahren in den Fokus der Theaterwissenschaft gerückten Phänomenbereich: den der Probe. Das geplante Forschungsprojekt, das von Bettina Brandl-Risi und Clemens Risi initiiert wurde und an dem ein Team aus Post-Doc und Promovierenden teilnehmen wird, will die Theaterprobe als Bindeglied zwischen den Dimensionen der Inszenierung, verstanden als strategisch entwickeltem Konzeptentwurf, und der sich selbst organisierenden Aufführung innerhalb der ganz eigenen Ausgangsbedingungen unterliegenden Theatergattung der Oper auf die daraus sich ergebenden Strategien der Opernprobe hin untersuchen.Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die europäische Opernaufführungspraxis im institutionalisierten Stadt- und Staatstheatersystem, die sich durch ein Festhalten an einem relativ begrenzten Repertoire der immer wieder aufgeführten Werke (einem Kanon) auszeichnet und einer aus dieser Grundkonstellation sich ergebenden Probenpraxis mit einer im voraus festgelegten Zeitspanne der Proben, in denen das Erproben von vor Probenbeginn erarbeiteten Konzepten mit Phasen des ad hoc improvisierenden Ausprobierens abwechseln. 

    Die Opernprobe interessiert dabei als Phänomen und kollektive Praxis der Koordination multipler Akteure in einem komplexen Handlungsgefüge, bei dem nicht alle Faktoren der Ausführung in der Konzeptebene der Planung hinreichend erfasst bzw. festgelegt werden können und bei der gerade das Ausprobieren und Einüben von Entscheidungsfindung in Interaktionen notwendig ist und im Zentrum steht, insbesondere solcher Handlungen und Entscheidungen, die auf implizitem bzw. verkörpertem Wissen beruhen.

    In einem mehrfachen Zugriff – (1) einem historiographischen, (2) einem auf gegenwärtige Praktiken fokussierten und (3) einem kulturvergleichenden – soll die Opernprobe als paradigmatische Konstellation von unterschiedlichen Wissensbeständen und impliziten theoretischen Annahmen analysiert werden, deren Ziel es ist, Szenarien von Zukunft zu entwerfen und besondere Strategien im Versuch des Eindämmens, aber auch des Zulassens von unknowability, des Ermöglichens des Erscheinens von Emergenz zu entwickeln. Der Frage nach dem dem Phänomenbereich adäquaten Methodenarsenal (im Dialog von theaterwissenschaftlicher Aufführungsanalyse und sozialwissenschaftlichen Ansätzen) soll dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

    Für das Forschungsprojekt wurde 2019 eine Anschubfinanzierung der Fakultät eingeworben. Antragstellung bei der DFG soll im September 2019 erfolgen.

Individual funding:

  • Bildsynthese als Methode des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns

    Term: 1. December 2019 - 30. November 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Forschungsprojekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Das Digitale Bild“

    Digitale Bilder ermöglichen es uns Kunstwerke virtuell zusammenzubringen, sie zu gruppieren und beliebig zu rearrangieren. Die potentiell sehr komplexen Verbindungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede innerhalb solcher Datensätze können von Computern analysiert werden. Dies macht jedoch ein Verständnis der grundlegenden, vom Computer gelernten Repräsentationen zwingend für den wissenschaftlich Erkenntnisprozess. Mithilfe generativer Verfahren aus dem Bereich des „deep learning“ soll eine neue Methodik zur Erschließung und Visualisierung von Bildkonzepten etabliert werden, die auf der Analyse dieser Repräsentationen aufbaut, wodurch das synthetische, digitale Bild zu einem bedeutenden Instrument des Interpretationsprozesses sowie des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns wird.

  • Zeichnen im Barock

    Term: 1. April 2017 - 31. December 2020
    Funding source: Stiftungen
    URL: https://www.kunstgeschichte.phil.fau.de/forschung/forschungsprojekte/zeichnen-im-barock/

    Die Bearbeitung der Erlanger Handzeichnungen des Spätmanierismus und des Barock setzt das Projekt einer Gesamtkatalogisierung des Bestands der bedeutenden Erlanger Sammlung fort.

    Ein Sammlungsschwerpunkt liegt auf dem süddeutsch-österreichischen Raum, mit einem besonderen Fokus auf Nürnberger Blättern. Neben Musterblättern, Studien, Nachzeichnungen und Kopien nach Gemälden oder Graphiken sind auch Entwurfszeichnungen vorhanden, darunter auch bisher nicht identifizierte Skizzen für Deckengemälde, die für die im 17. Jahrhundert in Süddeutschland und Österreich einsetzende barocke Deckenmalerei unverzichtbare Bausteine des Werkprozesses darstellten. Ziel ist die heutigen wissenschaftlichen Maßstäben entsprechende genaue Bestandsaufnahme, die technische, ikonographische und funktionale Bestimmung sowie die Diskussion von Zuschreibungsfragen. Das Forschungsprojekt nimmt eine wichtige Vorreiterrolle bei der wissenschaftlichen Erforschung barocker Zeichnungen in der Region ein.

Funding of research groups – overall projects:

Funding of research groups – subprojects:

No projects found.

Projects on own resources:

  • Michael Wolgemut: Mehr als Dürers Lehrer

    Term: since 19. December 2019
  • Deutsche Künstler vor Dürer in Venedig

    Term: since 1. October 2018

Individual funding:

No projects found.

Funding of research groups – overall projects:

  • Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur

    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://digista.de

    Im September 2018 hat der interdisziplinäre Forschungsverbund „Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur (DIGISTA)“ seine Arbeit aufgenommen. Der Verbund wird Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp einer Million Euro gefördert. DIGISTA arbeitet als interdisziplinärer Forschungsverbund zu Fragen der Materialität urbaner Kommunikationskultur und vereint vier Teilprojekte aus den Wissenschaftsdisziplinen Architektur, Informatik, Kommunikationswissenschaft und Kultursoziologie. Beteiligte Projektpartner sind neben der Universität Augsburg die Universität Leipzig und die Technische Universität München.

    Der Forschungsverbund geht der gemeinsamen Fragestellung nach, welcheBedeutung die materiale Dimension des Medienwandels für die Konstitution und Veränderung urbaner Räume und urbaner Kommunikationskultur hat. Der Forschungsverbund verfolgt damit eine doppelte Zielstellung. Erstens soll die Erforschung der materialen Dimension sozialer und kultureller Prozesse transdisziplinär vorangetrieben werden. Zweitens sollen die beteiligten Disziplinen für Stadtkommunikation als eigenes Forschungsfeld sensibilisiert werden, da in Zeiten fortschreitender globaler Verstädterung die Stadt nicht nur Kontext für Kommunikation ist, sondern die kommunikative Lebenswelt von Bürgerinnen und Bürgern maßgeblich bestimmt. Deshalb ist die direkte Kommunikation der wissenschaftlichen Ergebnisse an interessierte Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Anliegen des Forschungsverbundes. Zu diesem Zweck werden eine Ausstellung (Architekturmuseum Schwaben in Augsburg) sowie eine multimediale Webopera realisiert.

    Die Materialität der Medien wird auf einer Struktur- und einer Handlungsebene analysiert. Auf der Strukturebene wird Medieninfrastruktur als Institutionalisierung gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen angesehen. Auf der Handlungsebene interessiert der medientechnisch durchdrungene urbane Raum als Konstruktionsort sozialer Praktiken. In dieser Dimension stehen Fragen nach der Alltagsintegration und den sich wandelnden Gebrauchsweisen der Medien des urbanen Raums im Vordergrund. Dabei wird berücksichtigt, dass Städte als Orte der Vielfalt und Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Entwicklungen von kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Aushandlungsprozessen geprägt sind. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, berücksichtigt DIGISTA sowohl auf der Struktur- als auch auf der Handlungsebene die Perspektiven unterschiedlicher lokaler Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft als auch von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit heterogenem sozioökonomischem und kulturellem Hintergrund. Durch den Einbezug der Perspektiven unterschiedlicher Gruppen von Stadtbewohnern will DIGISTA die Diskussion über Smart Cites um eine wichtige Dimension bereichern. Denn diese Diskussionen sind oftmals von ökonomischen und Stadtplanerischen Perspektiven dominiert, ohne die Sichtweisen von Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern einzubeziehen.

    In den vier Teilprojekten werden jeweils unterschiedliche Facetten urbaner Medienmaterialität in ihrer Bedeutung für sich historisch wandelnde kommunikative Praktiken untersucht. Als gemeinsamer Bezugspunkt der Fallstudien dient dabei der öffentliche Raum der Stadt Augsburg. Teilprojekt 1 „Materialität und Bedeutung urbaner Kommunikationspraktiken“ führt ein Mapping der gegenwärtigen medialen Artefakte und materiellen Infrastruktur im Stadtraum durch. Anschließend werden deren intendierten Verwendungszwecke mit ihrer tatsächlichen Bedeutung für die alltägliche Kommunikationspraxis der Menschen abgeglichen. Teilprojekt 2 „Urbane Plätze als Orte der Kommunikation“ widmet sich historisch-rekonstruktiv dem Wandel urbaner Plätze und fragt nach dem Zusammenhang der materiell unterschiedlichen Gestaltung dieser Orte und der dort beobachtbaren Kommunikationspraktiken. Im 3. Teilprojekt „Medien und Architektur: Prägungen und Effekte gebauter Materialität“ wird die Bedeutung von Medienmaterialität und urbaner Kommunikationspraxis für Architektur und Stadtplanung in Vergangenheit und Gegenwart rekonstruiert. Im 4. Teilprojekt „Zukunftsszenarien der Augmentierung des öffentlichen Raums“ werden Objekte des urbanen Raums medial erweitert und deren Aneignung und Bedeutungsaushandlung im öffentlichen Stadtraum getestet.

Funding of research groups – subprojects:

No projects found.

Projects on own resources:

Individual funding:

  • Bibliotheken, Digitalisierung und kulturelle Bildung in peripheren Räumen: Bedingungen und Modelle zur Entwicklung der Bibliothek als Kulturort im Kontext post-digitaler Jugendkultur.

    Term: 1. December 2019 - 30. November 2022
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Libraries, Digitalization, and Cultural Education in Peripheral Areas: Conditions and Models for theDevelopment of Local Libraries as Culture Space in the Context of Post-digital Youth Culture.

  • Digitalization in Aestetic, Arts and Cultural Education - a Meta-Project

    Term: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

  • Musical Interface Designs: Augmented Creativity and Connectivity

    Overall project: Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.
    Term: 1. October 2017 - 30. September 2021
    Funding source: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://www.paedagogik.phil.fau.de/2017/10/bmbf-verbundprojekt-midakuk-musikalische-interface-designs-augmentierte-kreativitaet-

    Das Projekt erforscht die bildungstheoretische und musikpädagogische Bedeutung digital-materieller MusikmachDinge. Es entwickelt hierzu ein Forschungsdesign und Forschungsmethoden, die der besonderen Komplexität des Gegenstands und der mit ihm einhergehenden ästhetischen Praxen gerecht werden. Es ordnet die gewonnen Erkenntnisse zum einen in einen übergreifenden bildungsstheoretischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die kulturpädagogische Erforschung insbesondere materiell-digitaler Transformationsprozesse ermöglicht. Es macht zum anderen Transformationen musikalischer Werk- und Prozessstrukturen sichtbar und pädagogisch beurteilbar. Dadurch zeigt es musikpädagogische Innovationspotenziale, Professionalisierungsbedarfe, -chancen auf und trägt dazu bei, zukunftsweisende Professionalisierungsmodelle zu entwickeln.

Projects on own resources:

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Individual funding:

  • Lernentwicklungsgespräche - Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation von Kindern im Grundschulalter

    Term: 1. January 2019 - 31. December 2020
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zentrales Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Lernentwicklungsgespräche günstige Auswirkungen auf motivationale Aspekte des Lernens von Grundschulkindern haben, wenn sie entsprechend zentraler Elemente des Formativen Assessments durchgeführt werden. Untersucht werden sollen das Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen sowie die Qualität der Motivation. Lernentwicklungsgespräche – Gespräche zwischen Schüler*in und Lehrer*in im Beisein mindestens eines Erziehungsberechtigten – stellen ein Verfahren der Leistungsrückmeldung (und -beurteilung) dar, in dem zentrale Elemente Formativen Assessments gut umgesetzt werden können, wie z.B. der Einbezug von Selbstwertung/Selbstreflexion, Rückmeldungen zu Lernstand und Lernentwicklung unter Verwendung kriterialer und individueller Bezugsnorm, lernförderliches Feedback sowie die Vereinbarung klarer Ziele. Verschiedene Studien bestätigen positive Effekte des Formativen Assessments auf die motivationalen Aspekte des Lernens, allerdings nur dann, wenn die einzelnen Elemente auf tiefenstruktureller Ebene umgesetzt werden. Da bezüglich der konkreten Umsetzung von Lernentwicklungsgesprächen kaum inhaltliche oder methodische Vorgaben bestehen, ergibt sich hier eine große Varianz. Die bisher durchgeführten Forschungsarbeiten zu Lernentwicklungsgesprächen beziehen sich vorrangig auf die gesprächsanalytische Perspektive. Zur (Qualität der) Umsetzung sowie zu den Effekten von Lernentwicklungsgesprächen gibt es kaum empirische Evidenz. Diese Lücke soll mit der geplanten Studie geschlossen werden. Zu diesem Zweck wird die Qualität von Lernentwicklungsgesprächen aus Sicht der beteiligten Schüler*innen und Lehrpersonen sowie durch externe Beobachtung erhoben. Die Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation werden mithilfe eines Prä-Post-Follow-Up-Designs untersucht.

  • E-Learning: Primary Education - Development and evaluation of a virtual course on 'Primary Education' in English

    Term: 1. March 2017 - 31. March 2021
    Funding source: Virtuelle Hochschule Bayern

    With the introduction of virtual courses, a form of teaching has been developed over the past few years which also allows studying methods to be extended flexibly and offer students a way of working according to their individual learning styles.

    The objective of this project is to develop a virtual course on “Primary Education” on the StudOn (ILIAS) learning platform. This work will draw on many different aspects relevant to media education which will add value to the courses offered online. Every effort will be made to incorporate engaging content to motivate learning and sociocommunicative elements – such as animations and forums. An important component of the virtual course will be an option for students to gain feedback during the online seminar. This will be implemented with self-testing tasks and professional supervision through e-tutors.  Online seminars enable students to study wherever and whenever they need to and teaches important media skills.

    The course will initially show the most important developments in the internationalisation of education. It will also address key questions surrounding the tasks and functions of primary schools and primary school teacher training in international comparison. A further part of the course will describe selected education systems in Europe. This section will focus particularly on primary schools and primary school teacher training.  Each description will be accompanied by information on the historical and cultural context of each country.

    Several international partner universities will contribute to the development of the course. In addition to German students, the course is also aimed at English-speaking students who are studying in Germany or at a partner university in their country. This will enable networking and collaboration between students and teachers from different countries.

    In this vein, the course not only covers internationalisation but will also directly allow students and lecturers to collaborate and share experiences beyond national boundaries.

    A course demonstration will be available at: www.vhb.org

    Project schedule

    March 2016–February 2017: Phase 1: Course development

    March 2017–February 2018: Phase 2: Interim evaluation and revision

    From March 2019: Phase 3: Final evaluation

  • E-Learning: Heterogeneity -a characteristic of primary school children - Development and evaluation of a virtual course on the topic: ‘Heterogeneity -a characteristic of primary school children?!’

    Term: 1. March 2016 - 31. March 2021
    Funding source: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    The development of virtual courses over the last few years has engendered a form of teaching which gives us the opportunity to broaden study opportunities and offer students work based on their individual learning.

    The goal of this project is to develop a virtual course on the topic ‘Heterogeneity – a characteristic of primary school children?!’ on the GRIPS learning platform. Various pedagogical media considerations have been taken into account, so that there is added value to the online content. Care has been taken to ensure that elements are used which stimulate learning as well as providing social communication – in the form of animations or forums. An important component is the fact that students can receive feedback during the online seminar. This takes place through self-assessment tasks at the end of every teaching module and by means of the competent support of e-tutors.

    The topic of heterogeneity has for years repeatedly been the focus in the field of primary school pedagogy and didactics. Last but not least the huge issues of inclusion or the admission of refugees to schools expand this issue by far-reaching areas.

    A theoretical analysis of existing studies and legal bases is just as necessary for prospective teachers as paving the way for case-based diagnostic capabilities and research skills. Both of these form the focus of the development of this seminar. In addition, the online seminar enables flexible learning in terms of time and place on the part of the student, as well as the case studies in the ‘virtual classroom’, and contributes to an increase in their own media competence.

    A course demonstration will be available at: www.vhb.org

    Project schedule

    March 2016–February 2017: Phase 1: Course development

    March 2017–February 2018: Phase 2: Interim evaluation and revision

    From March 2019: Phase 3: Final evaluation

  • E-Learning: Concepts of Primary School - Development and evaluation of a virtual course on the topic: ‘Concepts of primary school’

    Term: 1. March 2016 - 31. March 2021
    Funding source: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    The development of virtual courses over the last few years has engendered a form of teaching which gives us the opportunity to broaden study opportunities and offer students work based on their individual learning.

    The goal of this project is to develop a virtual course on the topic ‘Concepts of primary school’ on the studon (ILIAS) learning platform. Various pedagogical media considerations have been taken into account, so that there is added value to the online content. Care has been taken to ensure that elements are used which stimulate learning as well as providing social communication – in the form of animations or forums. An important component is the fact that students can receive feedback during the online seminar. This takes place through self-assessment tasks at the end of every teaching module and by means of the competent support of e-tutors.

    Concepts of primary school form an important area of primary school pedagogy and didactics, since it is here that students acquaint themselves with the various conceptual approaches to this field.

    Moreover, engagement with the concepts of primary school offers an opportunity to combine various relevant findings and research traditions, since many aspects of primary school pedagogy and didactics are also found in the area of concepts as this is where central issues converge and are further developed.

    So that students can evaluate concepts related to the criteria, the concepts are always considered against the backdrop of the key aspects of primary school pedagogy and didactics.

    The online seminar enables flexible learning in terms of time and place and contributes to an increase in the students’ media competence.

    A course demo will be available at: www.vhb.org

    Project schedule

    March 2016–February 2017: Phase 1: Course development

    March 2017–February 2018: Phase 2: Interim evaluation and revision

    From March 2019: Phase 3: Final evaluation

Funding of research groups – overall projects:

  • Digital Campus

    Term: 1. January 2017 - 31. December 2021
    Funding source: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    The increasing digitalisation of all areas of life also necessitates the digitalisation of educational systems. Digital media offer numerous opportunities. The “Digital Campus” project aims to promote digital literacy skills among trainee teachers in primary schools. The starting point is the idea that skills among students, in particular, can be achieved if the skills are available among their teachers. This in turn requires lecturers involved in teacher training to have these skills available.

    In the course of the “IT Skills” certificate attained by students, general competencies in the professional use of media as well as media-didactic and media-related skills are fostered. Focus is placed on media-related professional knowledge, reflection, and criticism of existing media learning environments, as well as on the ability to individually shape learning environments. The UR (University of Regensburg) classes strive to ascertain whether this affects pupils. 

    Project partners Inter-university cooperation
    University of Regensburg:

    Project leadership: Dr Michael Haider, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Prof. Dr Astrid Rank, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Alexandra Pöferlein, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Prof. Dr Petra Kirchhoff, Professor of English Teaching Methodology

    Prof. Dr Anita Schlicher, Professorship for German Language and Literature Didactics

    Johannes Wild, Professorship for German Language and Literature Didactics

    Prof. Dr Stefan Krauss, Professorship for Mathematics Didactics 

    Andreas Eberl, Professorship for Mathematics Didactics 

    Prof. Dr Silke Schworm, Professor of Education (Focus: “Learning with visual media”), UR (University of Regensburg) classes

    Stefan Prock, Project Coordinator, UR classes


    Friedrich-Alexander University of Erlangen-Nürnberg (FAU):

    Dr Günter Renner, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Dr Eva-Maria Kirschhock, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Prof. Dr Sabine Martschinke, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Prof. Dr Bärbel Kopp, Professorship for Primary School Pedagogy and Didactics

    Project Content

    The “Digital Campus” project aims to strengthen the domain-specific basic IT competencies of lecturers and trainee primary school teachers. In the process, inclusion into the teaching offering as part of the study pathway “Teacher training for primary schools” operates on three levels:

    Students

    Lecturers

    Pupils

    Occupational competencies

    Qualification

    Connection to the practice through UR classes

    Ability to reflect

    Use of digital media in the university

    Increased skills

    Knowledge of general criteria

    Domain-specific professionalisation with occupational-didactic, primary school-pedagogical, and media-didactic elements

    Learning gains

    Creation of digital learning environments for primary school pupils

    Joint work on the interdisciplinary IT competency of prospective teachers

    Increased media competencies

    Ability to reflect on one’s own actions

     

    Individualisation

     

     

    Media differentiation and adaptivity

     

    The aim is to promote the skills of university lecturers, trainee teachers, and pupils in the digitalised world. The programme promotes general skills in the professional use of media as well as media-didactic and media-education skills. A higher level of skill among lecturers should contribute to a higher output in seminars as a result of model learning and a higher media-didactic level in courses, as well as an expansion of the skills of students. Focus is placed on media-related professional knowledge, reflection, and criticism of existing media learning environments, as well as on the ability to individually shape learning environments. The UR (University of Regensburg) classes strive to ascertain whether this affects pupils. 

    As part of this, students can attain the “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” [Certificate for Basic Competencies in Media Pedagogics]. This will initially be offered for teachers in training in primary schools, with the further aim of extending to trainee teaching posts at middle schools, vocational schools, and grammar schools.

    Press release from the University of Regensburg regarding the “Digital Campus” project http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

Funding of research groups – subprojects:

  • Digital Campus - IT4@ll: Digital Media in Written Language Acquisition

    Overall project: Digital Campus Bavaria
    Term: 1. January 2017 - 31. December 2021
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    The increasing digitalisation of all areas of life also consequently necessitates a digitalisation of the education system. Digital media offer a variety of possibilities. The aim of the project ‘Digital Campus’ is to promote competencies for digital education among student teachers in primary schools. It begins with the consideration that competencies among pupils can primarily be achieved once the competencies are available among the teachers. In turn, this requires lecturers in teacher training to possess such competencies.

    As part of the project, general competencies are fostered in professionalised interaction with media, as well as media-didactic and media-educational competencies. The focus lies on media-related professional knowledge, reflection and critique of existing media learning environments, and the ability to design one’s own learning environments. An evaluation of selected primary schools shall be conducted following the project in order to determine whether this has an effect on pupils.

    The project ‘Digital Media in Written Language Acquisition’ is part of the overall project ‘Digital Campus – IT4@ll’ in cooperation with the University of Regensburg. More information on the overall project is available at:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    https://www.km.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

Projects on own resources:

  • Blended-Learning: Individuelle Unterstützung im Schriftspracherwerb

    Term: since 1. October 2019

    Blended-LearningFormate kombinieren verschiedene Vorteile von Präsenzveranstaltung undE-Learning, da die Studierenden sowohl selbstständig als auch kooperativ inPräsenz- und Onlinephasen im Wechsel arbeiten. Ziel des Projekts ist die Gestaltung eines Blended-Learning Seminars, bei welchemStudierenden anhand digitalisierter Fälle in Online- und Präsenzphasenfallbasierte Diagnose- und Förderkompetenzen entwickeln und sich kooperativsowie kokonstruktiv zu bezugswissenschaftlichen Grundlagen desSchriftspracherwerbs austauschen können. Fokussiert wird hier die Diagnose undFörderung besonderer Problemfälle im Schriftspracherwerb sowie der Umgang mit unterschiedlichen Problemperspektiven im gemeinsamen Unterricht. Überverschiedene Feedbackmaßnahmen (z.B. Videofeedback) erhalten die StudierendenRückmeldung über ihren Lernprozess und die Entwicklung ihrer Kompetenzeninnerhalb des Seminars. 

    DasBlended-Learning Format wird zu mehreren Messzeitpunkten sowohl durchqualitative als auch durch quantitative Evaluationsmaßnahmen erfasst. Außerdem werden imPrä-Post-Design konstruktivistische sowie instruktionsorientierte transmissive Einstellungen zu Konzepten des Schriftspracherwerbs erfasst,  um zu untersuchen, ob und inwiefern Erfahrungen in E-Phasen zu Veränderungen der Einstellungenführen.

    DieLehrveranstaltung wird ab Oktober 2019 voraussichtlich in vier Seminaren (N=ca. 120) eingesetzt. Die Förderungerfolgt über das QuiS-Projekt „Digitalisierung in der Lehre“.

  • FIT 2020. Fallbezogenes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen – Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Intervention.

    Term: since 1. December 2018

    Theorie/Forschungsstand

    Der gegenwärtige Forschungsstand legt nahe, dass durch die Umgestaltung von Grundschulen hin zu inklusiven Lernorten die Schülerschaft immer heterogener wird und sich Lehrkräfte durch „besondere“ Kinder mit (sonder-)pädagogischem Förderbedarf zusätzlich belastet fühlen (Albisser et al. 2006). Studien zur Lehrergesundheit betonen für den Umgang mit Belastungen die Bedeutsamkeit professioneller Handlungskompetenzen (Peperkorn/Horstmann 2018) und Ressourcen (Döring-Seipel/Dauber 2010). Die Lehrerfortbildung übernimmt hierbei eine Schlüsselfunktion, da sich Lehrkräfte auf den Reformprozess der Inklusion nicht vorbereitet fühlen (Amrhein 2015) und in inklusiven Settings eine starke Steigerung der „ohnehin als hoch erlebten Belastung erwarten“ (Erbring 2015, S.159). Problematisch ist, dass der inklusionsspezifische Fortbildungsbedarf weiterhin steigt, jedoch zum einen nicht gedeckt werden kann (Amrhein/Badstieber 2013) und zum anderen keine Qualitätssicherungsmaßnahmen vorliegen (Amrhein 2015). Gleichzeitig verweisen die wenigen vorliegenden Studien zur salutogenen Perspektive von Lehramtsanwärter*innen der zweiten Ausbildungsphase (Braun et al. 2015) auf hohe Werte in „Burnout“ und „kognitiven Stresssymptomen“, die die der Lehrkräfte sogar übersteigen (Drüge et al. 2014). Die Belastungen zeigen sich auch darin, dass viele Lehrkräfte bereits nach wenigen Jahren ihren Beruf wieder verlassen (Albisser/Keller-Schneider 2010). Die verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen, Reformen/Neuerungen im Bildungssystem sowie das Verhalten/die Motivation einzelner Schüler*innen stellen dabei die drei am häufigsten genannten Belastungsfaktoren aus Sicht der Lehramtsanwärter*innen dar (Albisser 2009), die als Hinweise angesehen werden können, dass aktuell vorwiegend inklusive Settings mit besonderen Fällen als Belastung angesehen werden. Beutel et al. (2016) zufolge zeigt diese Zielgruppe  großes Interesse an gesundheitsbezogenen Unterstützungsangeboten, Fallbezug (z.B. Lipowsky/Rzejak 2017) und zielgruppenspezifische Anpassung (Kaluza 2018) stellen dabei zentrale Kriterien für deren Wirksamkeit dar.

    Fragestellungen/Ziel

    Die Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, die Fortbildungskonzeption LehrKRÄFTE (Elting et al. 2020; Martschinke et al. 2019) zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings für Lehramtsanwärter*innen weiterzuentwickeln, auf die Bedarfe der zweiten Lehrerbildungsphase anzupassen und zu evaluieren. Die ersten Evaluationsergebnisse aus LehrKRÄFTE können als Hinweise gedeutet werden, dass es sich um eine gewinnbringende Unterstützung zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings handeln kann (Elting et al. 2020) und phasenübergreifend erprobt werden könnte. Von Interesse ist dabei die Frage, inwiefern in inklusiven Settings durch die Intervention die fallspezifischen Belastungen reduziert und fallspezifischen Ressourcen gestärkt werden können und wie hoch der Lernnutzen eingeschätzt wird.

    Design/Methode

    Für die Vorstudie im Sommer 2019 konnten N=21 Lehramtsanwärter*innen rekrutiert werden. Hierbei wurden die Intervention und Messinstrumente aus LehrKRÄFTE bei der Zielgruppe der der Lehramtsanwärter*innen erprobt sowie deren spezifische Fortbildungsbedarfe erfasst. In der Hauptstudie im Februar/März/Juli 2020 wurde das daraufhin weiterentwickelte Training (FIT 2020. Fallbasiertes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen) in weiteren sechs Seminargruppen (N=58) implementiert. Die fragebogenbasierte Evaluation erfolgt im Rahmen einer quasi-experimentellen Prä-Post-Studie im Mixed-Methods- und Wartekontrollgruppendesign. Um mögliche Transferwirkungen des Trainings in den inklusiven Schulalltag erfahrbar zu machen, wurden im Juli 2020 mit N=22 Lehramtsanwärter*innen telefonische Leitfadeninterviews als Follow-Up-Messung geführt. Zudem wurden von diesen und weiteren Lehramtsanwärter*innen (N=32) erneut Fragebögen zu möglichen Transferwirkungen im inklusiven Schulalltag ausgefüllt.

    Literaturangaben

    Albisser, S.; Kirchhoff, E.; Meier, A.; Grob, A. (2006): Anforderungsverarbeitung & Gesundheit im Berufszyklus von Lehrpersonen. Symposiumsbeitrag zu "Balancieren im Lehrberuf".

    Albisser, S. (2009): Belastender oder kompetenzorientierter Umang mit Anforderungen und Ressourcen im Berufseinstieg? In: PÄD-Forum: unterrichten erziehen 37/28 (3), S.104-107.

    Albisser, S.; Keller-Schneider, M. (2010): Unter Druck - und trotzdem professionell. In: ph akzente (2), S. 23–25.

    Amrhein, B. (2015): Professionalisierung für Inklusion gestalten: Stand und Perspektiven der Lehrerfortbildung in Deutschland. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.): Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 139-155.

    Amrhein, B.; Badstieber, B. (2013): Lehrerfortbildungen zu Inklusion - eine Trendanalyse. Hg. v. Bertelsmann Stiftung. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/lehrerfortbildungen-zu-inklusion-eine-trendanalyse/.

    Beutel, T..; Adams, J.; Engler, S.; Gerzymisch, K.; Rose, D.-M. (2016): Gesundheitliche Auswirkungen des Referendariats und Präventionsansätze. Eine qualitative Interviewstudie. In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 9 (2), S. 267–283.

    Döring-Seipel, E; Dauber, H. (2010): Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. In: Schulpädagogik heute (2), S.1-16.

    Drüge, M.; Schleider, K.; Rosati, A.-S. (2014): Psychosoziale Belastungen im Referendariat - Merkmale, Ausprägungen, Folgen. In: Die deutsche Schule 106 (4), S. 358–372. 

    Elting, C., Baumann, R., Martschinke, S., Grüning, M., Niessen, C., Kopp, B. & Oetjen, B. (ersch. 2020). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen: Konzeption und erste Evaluation einer fallbasierten Fortbildung für Lehrkräfte zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. In N. Böhme, B. Dreer, H. Hahn, S. Heinecke, G. Mannhaupt & S. Tänzer (Hg.), Eine Schule für alle - 100 Jahre Grundschule - Mythen, Widersprüche, Gewissheiten. Springer VS.

    Erbing, S. (2015): Lehrer/innengesundheit und schulische Inklusion. Engagiert, und doch entspannt mit Vielfalt in der Schule umgehen. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.):  Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 157–168.

    Lipowsky, F.; Rzejak, D. (2017): Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzepte aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. In: Bildung und Erziehung 70 (4), S. 379–399. 

    Martschinke, S.; Elting, C.; Grüning, M.; Kopp, B.; Niessen, C.; & Schröder, C. (2019): Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Donie, C.: Foerster, F., Obermayr, M.; Deckwerth, A.; Kammermeyer G., Lenske, G.; Leuchter, M.; Wildemann, A. (Hg.): Grundschulpädagogik zwischen Wissenschaft und Transfer. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018): Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. In: Prävention und Gesundheitsförderung (15), S. 607-613.

  • Empowerment für Studierende und Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe - Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings

    Term: since 1. December 2018

    Theorie und Forschungsstand
    Die Bandbreite der Heterogenität der Grundschulkinder nimmt durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) zu und stellt Lehrkräfte vor zusätzliche An- und Herausforderungen (z.B. Horstmann/Perperkorn, 2018; Martschinke et al., 2019). Mit diesen zusätzlichen An- und Herausforderungen sehen sich nicht allein bereits ausgebildete Lehrkräfte konfrontiert; Lehramtsanwärter(innen) der ersten und zweiten Ausbildungsphase sind gleichermaßen hiervon betroffen. Obwohl Theoriebestände zu Auswirkungen von Belastungen (z.B. Maslach/Leiter, 1999) sowie Ergebnisse der Belastungs- (z.B. Peperkorn/Horstmann, 2018) und Forschung speziell im Referendariat (z.B. Braun et al., 2015) auf eine zusätzliche Beanspruchung in inklusiven Settings verweisen, gelten Lehramtsanwärter(innen) im Übergang in die zweite Ausbildungsphase (LAAs) als eine noch unzureichend erforschte Gruppe (Albisser/Keller-Schneider, 2010), wenngleich gerade der Einstieg in den Lehrberuf mit besonderen Beanspruchungen sowie hohen Abbruch- und Wechselquoten (z.B. OECD, 2004) einhergeht und eine entscheidende Phase der Professionalisierung sowie beruflichen Identitätsfindung darstellt (z.B. Terhart, 2000). Für einen erfolgreichen Umgang mit Belastungen gelten geeignete Ressourcen als besonders bedeutsam (z.B. Döring-Seipel/Dauber, 2010). Bekannt ist, dass es durch emotionale Erschöpfung zu einem veränderten Sozialverhalten der Lehrperson gegenüber den Schüler(inne)n kommen kann, die sogar mit negativen Konsequenzen für Leistung und Motivation der Schüler einhergehen (Maslach/Leiter, 1999; Klusmann et al., 2008; Klusmann/Richter, 2014). Nicht hinreichend erforscht sind hingegen Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten sowie deren Entwicklung im beruflichen Übergang. 

    Fragestellungen
    Diesen Desiderata widmet sich die Hauptfragestellung des Dissertationsprojekts: Wie entwickeln sich Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsphase und wie gehen Lehramtsanwärter*innen mit belastenden Fällen und Situationen im Unterricht um? Dabei soll auch deskriptiv erfasst werden, von welchen Fällen und Situationen sich Studierende und Lehramtsanwärter(innen) im inklusiven Setting besonders belastet fühlen, über welche Ressourcen diese für den Umgang mit diesen Belastungen verfügen und wie diese Personengruppe den gemeinsamen Unterricht gestaltet.

    Methode
    Das Dissertationsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, in einem Mixed-Methods-Design Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsbildungsphase zu identifizieren und den Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht näher zu beschreiben. Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teilstudien.

    Teilstudie 1 widmet sich der Erfassung der Anforderungen und Ressourcen von Studierenden und Lehramtsanwärter(innen) im Umgang mit Heterogenität. In einem quantitativen Längsschnittdesign sollen  mittels standardisierter Fragebögen zu mehreren Messzeitpunkten Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings im weiteren Sinn von Studierenden im Übergang zur zweiten Ausbildungsphase erfasst werden. So wird im Bereich der Anforderungen auf Basis authentischer Fallskizzen (vgl. Martschinke et al., 2019) die emotionale Erschöpfung (z.B. Demerouti/Bakker 2007) sowie die Belastungsintensität des jeweiligen Falls erfasst. Hinsichtlich der Ressourcen sollen emotional-energetische Ressourcen (z.B. Distanzierungsfähigkeit) (z.B. Schaarschmidt/Fischer, 2008)  sowie  personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Kompetenzerleben, Einstellung)  (z.B. Bosse/Spörer, 2014) erfasst werden. 

    In Teilstudie 2 sollen mittels leitfadengestützten Telefoninterviews Lehramtswärter(innen) des ersten und zweiten Dienstjahres zu ihrem Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht befragt werden. Flankierend sollen diese Lehramtsanwärter(innen) auch die Belastungsintensität authentischer Fallskizzen einschätzen sowie zu ihrer emotionalen Erschöpfung befragt werden.   

    Zwischenstand
    Für eine geplante Pilotierung des Fragebogens zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen konnten drei  Seminargruppe N=30 LAAs für Juni/Juli 2019 rekrutiert werden. Die Erhebungen der Hauptstudie sind ab Anfang 2020 geplant.

    Literaturangaben

    • Albisser, S. & Keller-Schneider, M. (2010). Unter Druck - und trotzdem professionell. ph akzente, (2), 23–25.
    • Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 63, 258-277.
    • Braun, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2015). Wie erleben Lehramtsreferendare den Vorbereitungsdienst? Eine Clusteranalyse zum Erleben der zweiten Ausbildungsphase in Abhängigkeit von personalen Merkmalen. Lehrerbildung auf dem Prüfstand, 8 (6), 21-37.
    • Demerouti, E. & Bakker, A. B. (2007). The Oldenburg Burnout Inventory: A Good Alternative to Measure Burnout (and Engagement). Manuscript.
    • Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund - die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1 (2), 1-16.
    • Hobfoll, S. E. (1989). Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.
    • Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts "Pythagoras". In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG - Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.
    • Klusmann, U. & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülern in der Primarstufe. Zeitschrift für Pädagogik, 60 (2), 202-224.
    • Klusmann, U., Kunter, M., Trautwein, U., Lüdtke, O. & Baumert, J. (2008). Teachers’ occupational well-being and quality of instruction: The important role of self-regulatory patterns. Journal of Eductational Psychology, 100 (3), 702-715.
    • Martschinke, S., Elting, C., Grüning, M., Kopp, B., Niessen, C., & Schröder, C. (2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Kucharz, D. & Skorsetz, N. (Hrsg.): Diversität und soziale Ungleichheit. Herausforderungen an die Integrationsleistung der Grundschule. Wiesbaden.
    • Maslach, C., & Leiter, M. P. (1999). Teacher burnout: A research agenda. In R. Vandenburghe & A. M. Huberman (Hrsg.), Understanding and preventing teacher stress: A sourcebook of international research and practice (S. 295-303). Cambridge, UK: Cambridge University Press.
    • OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) (2004). Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Länderbericht Deutschland. Bonn.
    • Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht – Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Schulform. Präv Gesundheitsf, 15, 607–613.
    • Pianta, R. C. & Hamre, B. K. (2009). Conceptualization, Measurement, and Improvement of Classroom Processes: Standardized Observation Can Leverage Capacity. Educational Researcher, 38 (2), 109–119.
    • Schaarschmidt, U. & Fischer, A. W. (2008). AVEM – Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster. London: Pearson.
    • Terhart, E. (2000). Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Weinheim: Belz.
  • Sichtweisen von Grundschullehramtsstudierenden auf das Kinderrecht auf Partizipation

    Term: 1. November 2018 - 31. December 2020
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de

    Theorie und Forschungsstand

    In den Artikeln 12 und 13 der UN-Kinderrechtskonvention wird jedem Kind das Recht auf Äußerung und Berücksichtigung der eigenen Meinung zugesprochen. Ein Kernbereich des Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule stellt die Verwirklichung der Kinderrechte dar. Für Unterricht und Schule bedeutet dies neben der Vermittlung der Kinderrechte auch die Eröffnung von Partizipationsgelegenheiten (KMK 2018). In den Leitlinien des LehrplanPLUS für bayerische Grundschulen findet sich ebenfalls eine Verankerung des Rechts der Grundschüler*innen auf Partizipation. Zur Umsetzung sollen Kinder an Entscheidungen beteiligt werden, dabei sie sollen zu aktiven Mitgestaltenden werden. Damit diese Partizipation gelingen kann, müssen auch Lehrkräfte „eine neue Rolle und Haltung“ einnehmen (Leitlinien LehrPLUS, S. 11). Eine verstärkte Einbindung von Schüler*innen in unterrichtliche und schulische Aktivitäten kann zu einer Steigerung der Motivation (z.B. Deci & Ryan 1993), der Lebenszufriedenheit (Pupeter & Schneekloth 2018) oder einer verbesserten Lehrer-Schüler-Beziehung (Helsper et al. 2006) führen. Die Partizipation von Schüler*innen ist mit Herausforderungen an Lehrkräfte verbunden, das geforderte neue Rollenverständnis kann zu Konflikten mit bereits vorhandenen, subjektiven Theorien führen (Strauss et al. 2017). Partizipationserfahrungen in Schulzeit, Hochschule und Praktika im Lehramtsstudium prägen das spätere unterrichtliche Handeln und somit auch das eigene Rollenverständnis (Wiedemair, 2011, S. 162). Schüler*innen werden vor allem in Randbereiche des Schullebens, z.B. bei außerunterrichtlichen Aktivitäten wie Schulfesten, einbezogen, eher selten hingegen können Schüler*innen bei Methodik, Unterrichtsinhalt und -form mitbestimmen (Wetzelhütter et al. 2013).

    Fragestellungen

    Das Forschungsprojekt widmet sich der Frage nach dem Grad der Umsetzung und Thematisierung von Kinderrechten, v.a. in Hinblick auf die Artikel 12 und 13 der UN-Kinderrechtskonvention in der Grundschule. Dabei soll der Fokus auf die Lehrerbildung gerichtet werden und im ersten Schritt Präkonzepte Studierender des Lehramts Grundschule im Hinblick auf die Umsetzung in Schule und Unterricht erfasst werden.

    Leitende Fragestellungen sind:

    1. Was wissen Grundschullehramtsstudierende zu Studienbeginn über Kinderrechte im Allgemeinen bzw. das „Kinderrecht auf Mitbestimmung“?

    2. Welche Möglichkeiten zur Umsetzung des Kinder „Kinderrechts auf Mitbestimmung“ können sich Grundschullehramtsstudierende vorstellen?

    Erhebungsmethode

    Zur Erfassung der Sichtweisen von Studierenden auf das Recht der Kinder, mitbestimmen zu dürfen, wurden Grundschullehramtsstudierende anhand von Fragebögen und in Gruppendiskussionen befragt. Hierbei wurde das Wissen über Kinderrechte und Umsetzungsmöglichkeiten, eigene Erfahrungen bezüglich der Umsetzung (in der eigenen Schulzeit und im Schulpraktikum) sowie Erwartungen bzw. Befürchtungen an eine Partizipation von Grundschüler*innen erfasst.

    Zwischenstand

    Die ersten Ergebnisse zeigen ein geringes Wissen der Studierenden über Kinderrechte, dabei wird dem Kinderrecht auf Mitbestimmung im Vergleich zu anderen Kinderrechten eher wenig Bedeutung beigemessen. Die Studierenden verfügen einerseits nur geringfügig über Ideen und Wissen zur konkreten Umsetzung, was die wenigen Erfahrungen aus der eigenen Schulbiografie und in den Lehramtspraktika widerspiegelt. Genannte Ideen beziehen sich dabei fast ausschließlich auf das Schulleben, während Möglichkeiten im konkreten Unterrichtsalltag im Klassenzimmer eher einen „blinden Fleck“ darstellen. Es zeigt sich andererseits, dass insgesamt in dem Kinderrecht auf Mitbestimmung Chancen für Lehrer*innen und Schüler*innen gesehen werden.

    Literaturangaben

    Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (2014): LehrplanPLUS Grundschule. Lehrplan für die bayerische Grundschule.

    Deci, E.L. & Ryan, R.M. (1993). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik (39)2, S. 223-238.

    Helsper, W., Böhm-Kasper, O. & Sandring, S. (2006). Die Ambivalenzen der Schülerpartizipation – Partizipationsmaße und Sinnmuster der Partizipation im Vergleich. In W. Helsper et al. (Hrsg): Unpolitische Jugend? S. 310-339. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Kultusministerkonferenz (2018): Menschenrechtsbildung in der Schule (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1980 i.d.F. vom 11.10.2018). 

    Pupeter, M. & Schneekloth, U. (2018). Selbstbestimmung: Selbstständigkeit und Wertschätzung. In: World Vision Deutschland e.V. (Hrsg.): Kinder in Deutschland 2018. 4. World Vision Kinderstudie. S. 148-195. Weinheim, Basel: Beltz.

    Strauss, N., Zala-Mezo, E., Herzig, P., Häbig, J. & Müller-Kuhn, D. (2017). Partizipation von Schülerinnen und Schülern ermöglichen: Perspektiven von Lehrpersonen. In: Journal für Schulentwicklung 4, S. 13-21.

    Wetzelhütter, D., Paseka, A. & Bacher, J. (2013) Partizipation in der Organisation Schule aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler. In S. Weber, M. Göhlich, A. Schröer, C. Fahrenwald & H. Macha (Hrsg.): Organisation und Partizipation. Organisation und Pädagogik. S. 157-166. Wiesbaden: Springer VS.

    Wiedemair, Andrea (2011): Partizipation in der Volksschule. Analyse Subjektiver Theorien von Lehrerinnen und Lehrern. In A. Gastager, J.-L. Patry & K. Gollackner (Hrsg.): Subjektive Theorien über das eigene Handeln und Tun. S. 157-170. Innsbruck, Wien, Bozen: StudienVerlag.

    Vereinte Nationen (1989): Übereinkommen über die Rechte des Kindes. New York. www.netzwerk-kinderrechte.de

Individual funding:

  • Innovative Lernumgebungen im Verbund

    Term: 1. February 2020 - 31. January 2023
    Funding source: Stiftungen
    URL: https://www.schulportal-thueringen.de/schulentwicklung/inlive_schulnetzwerk

    Gefördert von der Robert Bosch Stiftung und in Kooperation mit dem Thüringer Institut fürLehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) führt der Lehrstuhlfür Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine wissenschaftlicheBegleitung der „InLiVe-Netzwerke“ durch.

    Schulnetzwerke fördern die Schulentwicklung und ermöglichen Schulen einen effizienteren Umgangmit Ressourcen (Hillebrand, Webs, Kamarianakis, Holtappels, Bremm &Ackeren, 2017). Zentral ist dafür ein zielgerichteter, anlassbezogener Ansatzder Netzwerkarbeit. Im Rahmen dieser soll ein Raum für den Austausch undTransfer innovativer Ideen und Ansätze zur Lösung verschiedenerHerausforderungen und Probleme generiert werden (Killus & Gottman, 2012).Daran soll im Projekt „InLiVe“ angesetzt werden.

    Innovative Lernumgebung im Verbund (InLiVe)“ entwickelte sich aus dem internationalen OECDProjekt zu Schulnetzwerkarbeit „Entwicklung innovativer Lernumgebungen (ILE)“.Einige Schulen aus diesem Projekt wünschten sich die Möglichkeit des Austauschesund der Vernetzung zu verschiedenen Themenbereichen der Schulentwicklung auchauf nationaler Ebene. International etablierte Kriterien zu innovativenLernumgebungen des Centre for Educational Research and Innovation (CERI) derOECD bilden für die Arbeit in den Netzwerken eine themenspezifischenReferenzrahmen.

    Ziel des Projekts ist es einen Raum für einen Erfahrungsaustausch zwischen Schulen bereitzustellen,eine Reflexion des pädagogischen Handelns und der Schulentwicklungsprozesse unterBezugnahme auf innovative Lernumgebungen und der international anerkannterKriterien zur Gestaltung von innovativen Lernumgebungen des CERI der OECD zuetablieren und innovative Konzepte für Schul- undUnterrichtsentwicklungsprozesse zu generieren. Hierzu sollen bereits bestehendeSchulnetzwerke in Thüringen mit einer intensiven Begleitung zu einemGesamtnetzwerk zusammengeführt werden. Darüber hinaus sollenbundeslandübergreifende Schulnetzwerke nachhaltig etabliert werden, womit ein umfassenderRaum für Austausch, Reflexion und Transfer von Ideen undProblemlösungsstrategien für die Schulen geschaffen wird. Diebundeslandübergreifende Netzwerkarbeit konzentriert sich auf die an Thüringenangrenzenden Bundesländern Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

    Literatur:

    Gläser-Zikuda, M., Baumgart, K., Herzer, G., Kemper, R., König-Wendel, J., & Wenke, F.(2014). Schulentwicklung in Thüringen – das Startprojekt E.i.L. (“Entwicklunginnovativer Lernumgebungen”) .In A. Jantowski (Eds.), Unterricht im Spannungsfeld zwischen Kompetenz- undStandardorientierung. (pp. 71-81). Thillm.: Bad Berka.

    Hillebrand, A., Webs, T., Kamarianakis, Eva, Holtappels, H.-G., Bremm, N. & Ackeren, I.v. (2017). Schulnetzwerke als Strategie der Schulentwicklung: Zurdatengestützten Netzwerkzusammenstellung von Schulen on sozialräumlichdeprivierten Lagen. Journal for educational research online 9 (1), S.118-143.

    Killus, D. & Gottmann, C. (2012). Schulübergreifende und schulinterne Kooperationin Schulnetzwerken. In E. Baum, T.-S. Idel, H. Ullrich (Hrsg.), Kollegialitätund Kooperation in der Schule. Wiesbaden: VS Verlag fürSozialwissenschaften.

    Rössler, L., Gläser-Zikuda, M., Bonitz, M., & Anderegg, N. (2017). Innovation durchTransformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigenNetzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE).Journal für Schulentwicklung, 21(2), 8-15.

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Term: 1. July 2019 - 31. December 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Wissenschaftliche Prozessbegleitung von Schulnetzwerkarbeit zur Senkung des Anteils von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss in einem ausgewählten Schulnetzwerk in den Schuljahren 2018/2019 bis 2020/2021

    Term: 1. March 2019 - 31. December 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
    Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des europäischen Sozialfonds führt der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) sowie dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) eine wissenschaftliche Prozessbegleitung zu Netzwerkarbeit an Schulen in Südthüringen durch.
    Die Kooperation von Schulen im Rahmen eines Schulnetzwerks bietet einer Einzelschule durch die Bündelung spezifischer Kompetenzen und Ressourcen die Möglichkeit, Lerngelegenheiten und Entwicklungsimpulse wahrzunehmen, die ohne externe Kooperationen ungenutzt bleiben würden (Dresselhaus, 2006). Schulnetzwerkarbeit kann regional, national wie international somit durch die systematische Nutzung von Synergieeffekten zu Schulentwicklung beitragen (Berkemeyer et al., 2008; Rößler, Gläser-Zikuda, Bonitz & Anderegg, 2017). So können Netzwerke beispielsweise auch im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote wirksam sein. Schulnetzwerke sollten dabei unter einer klaren Zielsetzung agieren und intensiv gepflegt bzw. strukturiert werden. Eine wissenschaftliche Prozessbegleitung bietet durch kontinuierliche Begleitung und fachlichen Input die Möglichkeit, die Schulnetzwerke diesbezüglich zu unterstützen.
    Um Entwicklungspotenziale an der Einzelschule aufzuzeigen, werden Schulentwicklungsbedingungen datenbasiert erfasst und in Form schulscharfer Portfolios an die einzelnen Netzwerkschulen rückgemeldet. Darüber hinaus wird die Reflexionskultur an Netzwerkschulen hinsichtlich der Schulentwicklungsprozesse zur Senkung der Schulabbruchquote systematisch durch die Etablierung eines Multiplikatorensystems gefördert. Ergänzend werden Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen angeboten. Neben der aktiven Unterstützung der pädagogischen Arbeit der Netzwerkschulen wird im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zudem die Wirksamkeit von Schulnetzwerkarbeit im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote geprüft. Im Vergleich zu Schulen ohne Netzwerkarbeit werden dann schließlich evidenzbasierte Hinweise und Praxisempfehlungen für die erfolgreiche Schulnetzwerkarbeit generiert.

    Literatur:
    Berkemeyer, N., Manitius, V. & Müthing, K. (2008). „Schulen im Team“. Erste empirische Befunde. In N. Berkemeyer, W. Bos, V. Manitius & K. Müthing (Hrsg.), Unterrichtsentwicklung in Netzwerken. Konzeptionen, Befunde, Perspektiven (S. 329–341). Münster: Waxmann.
    Dresselhaus, G. (2006). Netzwerkarbeit und neue Lernkultur. Theoretische Grundlagen und praktische Hinweise für eine zukunftsfähige Bildungsregion. Münster: Waxmann.
    Rößler, L.; Gläser-Zikuda, M.; Bonitz, M. & Anderegg, N. (2017). Innovation durch Transformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigen Netzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE). Journal für Schulentwicklung 21(2), 8-15.

  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Term: 1. January 2019 - 31. December 2020
    Funding source: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    The goal ofthe project that is implemented in cooperation with the Salahaddin Universityin Erbil is to create sustainable structures and academic capacities in teachereducation in the Kurdistan Region (Iraq) with regard to  teaching, research, and the so-called ThirdMission (university’s interaction with the society through innovation transfer,training, service learning and social engagement). The interaction between highereducation and society is crucial for the field of teacher education, inparticular for such issues as theory-practice relationship, the implementationof regionally significant research into practice or the acceptance of educationalideas (e.g., inclusion) among parents and other stakeholders. The projectaddresses current problems of teacher education and takes into account thecurrent political, social and economic situation in the Kurdistan region. It focuseson two innovative thematic fields (Diversity Education with a particular emphasison human rights and Entrepreneurship Education) and contributes to themodernization of teacher education in the region. The project contributes tothe development of teaching, research, university structures, and universitymanagement, supports young academics, and promotes regional and international networksbetween university and non-university actors. Through professional and culturalexchange, the project strengthens the expertise of FAU in research areas of MiddleEast Economy and Society, (international) teacher education research, and theinternational and intercultural dimension of teacher education.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften (RebeL)

    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Introduction

    Research evidence indicates that teachers’ personal beliefs (e.g. worldview; anthropology; ethical convictions) are in correlation with their professional thinking and acting. The following reasons suggest that this is true especially for religious beliefs.

    - In the psychology of religion, religious beliefs are conceived of as particularly significant beliefs for religious persons that potentially shape their whole lives.

    - Normatively, educational operators with religious background (e.g. churches, Christian welfare organizations) expect that teachers integrate their spirituality into their professional activity. This is why, for instance, teachers at Christian schools are demanded to be church members.

    - In sociopolitical discourse on schools religious aspects become relevant again and again (e.g. headscarf debate, crucifix controversy, dispute on ritual prayer in schools).

    - In empirical research, studies from the USA in particular have been able to demonstrate effects of religious beliefs on teachers’ thinking and acting. However, because there are significantly more religious people among the US population, these findings cannot simply be applied to Germany.

    For Europe and Germany there is a blatant research deficit concerning this topic.

    2. Research question / hypotheses

    Are there correlations between teachers’ religious and professional beliefs at German schools? Our hypothesis is that indeed there are such correlations and that they can be empirically recorded. Furthermore, we assume that such research can substantially support the advancement of schools and teacher education, because

    -       religiosity can be a personal resource of teachers that helps them in their professional tasks;

    -       religiosity can, especially in fundamentalist forms, be an impairment and a disturbing factor for fulfilling their professional tasks;

    -       normative allegations about the influence of teachers’ religiosity on their professional thinking and acting should be empirically elucidated.

    We advocate the objective that (future) teachers should critically reflect on their religious beliefs and worldviews as well as on the potential relationships of these beliefs with the teaching profession so that teachers are able to deal with them in a professional and productive way. This seems even more important, as the increasing number of migrants in Germany (and thus also more teachers and pupils with migration background) show a higher degree of religiosity than those from German origin.

    To reach this objective, empirical findings are essential as a basis.

    3. Research design

    In a hypothesis testing design we intend to conduct an online survey among teachers at general schools in two exemplary regions of the Federal Republic of Germany. The evaluation of the data will employ correlation and path analyses as well as structural equation models.

  • Children`s Socialisation in a Changing Media Environment

    Term: 1. August 2018 - 31. July 2021
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://sozialisation.net/

    Das Projekt untersucht die Konsequenzen einer sich wandelnden Medienumgebung für die Sozialisation von Kindern. Dabei wird unter Sozialisation jener Prozess verstanden, durch den Individuen zu sozial handlungsfähigen Mitgliedern einer Gesellschaft werden. Vor dem Hintergrund tiefgreifender und dynamischer Mediatisierung, die sich durch eine Zunahme an internetbasierter Verbundenheit, Datafizierung und zunehmende Ausdifferenzierung von Kommunikationsmedien kennzeichnet, sind zahlreiche Fragen nach der Relevanz neuer medialer Praktiken für das Aufwachsen offen. Als theoretischer Rahmen dient der Ansatz der kommunikativen Figurationen, in dem Sozialisationsinstanzen als kommunikativ konstruiert verstanden werden. Innerhalb der kommunikativen Figurationen von Familie, Peergroup oder Schulklasse dienen Medien als wichtige Kommunikationsmittel und -themen. Besonderes Augenmerk liegt in dem Forschungsvorhaben auf medienbezogenen Prozessen des Aushandelns von Zugehörigkeit und Abgrenzung. Die Familie steht im Mittelpunkt des Projekts. Sie ist der erste und einer der bedeutendsten sozialen Kontexte, in denen Sozialisation stattfindet und spielt auch bei der Regulierung des Medienrepertoires der Kinder eine gewichtige Rolle. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Bedeutung haben das Medienrepertoire und die kommunikativen Praktiken der Kinder für deren soziale Einbettung innerhalb verschiedener sozialer Kontexte? In einer qualitativen Panel-Studie werden Kinder und ihre Eltern in einem Zeitraum von drei Jahren zweimal interviewt. Die theoretische und empirische Anlage des Projekts erlaubt es, sowohl die medialen Entwicklungen innerhalb sogenannter „Early Adopter“-Familien als auch mögliche Tendenzen und Gründe einer Ablehnung digitaler Medien einzubeziehen. Die Arbeit mit zwei parallelen Kohorten erlaubt die Untersuchung einer relativ großen Altersspanne. Dabei werden die institutionellen Übergänge vom Kindergarten in die Schule bzw. von der Grundschule auf eine weiterführende Schule mit einbezogen, der oft mit erheblichen Veränderungen in Bezug auf Mediennutzung und Medienkompetenz der Heranwachsenden verbunden ist. Um ein umfassendes Bild des interaktiven Sozialisationsprozesses zu zeichnen, werden die Perspektiven sowohl der Kinder als auch der Eltern berücksichtigt.

  • Digitalization in Aestetic, Arts and Cultural Education - a Meta-Project

    Term: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

  • Courses of excessive Internet use within families

    Term: 8. April 2015 - 31. July 2018
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.medpaed.phil.fau.de/forschung/veif/
    Excessive Internet use by adolescents is currently not only discussed in public media but also studied in depth by various academic disciplines. Systematic literature search provides us with international studies that suggest a connection between family influence and excessive Internet use by adolescents. But longitudinal studies that shed light on this connection are not available so far. Consequently, our research project focusses on the course of excessive Internet use by adolescents emphasizing the role of families. The leading research questions are: Why and during which phase of life does the adolescent start to use the Internet in an excessive or pathological way? When does this usage, if so, abate? In which way is the individual course of development influenced by the family? We will collect quantitative data on the phenomenon of excessive Internet use, its development and the family's influence over a period of 24 months. Excessive Internet use becomes a problem within families if it is perceived as such by the family members. For that matter, the perspective of the parents is not necessarily shared by the adolescents. At the same time, the phenomena that are perceived as problem do not always meet the scientific definitions of excessive Internet use. Therefore, our study is based on a model that takes both the subjective view of the parties concerned (adolescents and parents) and the scientific perspective on the problem of excessive Internet use into account. Based on a problem group, in which at least the parent or the adolescent perceive a problem related to media usage, it is the target of this panel study to observe mainly the course and development of excessive Internet use. Central points of research comprise the study of family relations and interactions (i.a. FB-S, SFB, KV-Fam) as well as media education. To include the scientific perspective, we will employ an instrument measuring excessive Internet use (CIUS). The problem group shall be compared to families without any problem definition by drawing on a reference group. To meet the requirements of the described model, we will interview one adolescent and one parent (a family dyad) in each case. The data collection based on standardized interviews comprises three waves with 700 family dyads, of which 500 families shall form the problem group and 200 families the reference group.

Funding of research groups – overall projects:

No projects found.

Funding of research groups – subprojects:

  • Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education

    Overall project: INSHIP
    Term: 1. September 2019 - 31. August 2022
    Funding source: Europäische Union (EU)
    URL: https://www.spaed.phil.fau.de/forschung/forschungsschwerpunkte/#collapse_7

    The project entitled Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education (INSHIP) aims to develop educational innovation in the area of higher education through a complementary partnership model for teaching practice (TP) in initial teacher education. The project follows four main objectives: (1) Provision of appropriate educational opportunities for student teachers in the course of TP, (2) Enhancement of the professional competencies of academic staff in the in-service course of TP (CPD-INSHIP course), (3) Operationalization of tools and guidance materials for implementation of TP (INSHIP-toolkit) (4) Development of Professional Learning Network in TP (INSHIP-PLN).
    INSHIP-project derives from an international consortium of experts in the field of teacher education, and is evidence-based. Its background is a socio-constructivist paradigm, at the forefront of which is situational learning of student teachers, and the role of collaboration and professional learning communities in bridging the gap between theory and practice in teacher education, which can be exceeded in an authentic learning context, i.e. in the concrete work environments. Moreover, in the course of the TP student teachers become professionally socialised, evolving their professional identity on the basis of shared attitudes and values within the teaching and learning community. Finally, the active participation of students in their future work environments contributes to their professional promotion, as the particular school gets to know the individual students during the TP course, which provides for a higher level of security of the institution in the employment of the graduates.
    The main achievement of the project will be the INSHIP-model, which will take the form of four basic elements covering the educational principles of strategic complementary partnership collaboration, professional socialisation, the student teachers TP competencies, and quality indicators for TP, with its own developed evaluation system. Supporting the INSHIP-model, the CPD-INSHIP course for academic staff will be developed and piloted within the project, as well as the INSHIP-toolkit and INSHIP-PLN fostering the spread of the professional learning community in TP by using INSHIP-portal, attending various professional meetings and using the materials produced in INSHIP. The INSHIP-project aims to bring together a total of 96 education professionals for INSHIP transnational teaching / learning / training events. It is planned to engage with another 150 education professionals for professional dissemination events taking place ones simultaneously across 6 partner countries and 120 participants in the INSHIP final conference. It is expected to gradually involve more education professionals across the participating countries who will benefit INSHIP-PLN, as well as other project outputs over time.

  • A

    Overall project: Primat des Pädagogischen in der Digitalen Grundbildung. Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen in der Professionalisierung von pädagogischen Akteuren für Bildung im Grundschulalter (P3DIG)
    Term: 1. October 2018 - 30. September 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.p3dig.de/
    Problembeschreibung:In aktuellen Strategiepapieren zur Bildung in der digitalen Welt fordern BMBF und KMK, ein Primat der Pädagogik in den Mittelpunkt der Bildungsstrategien zu stellen. Grundlegende digitale Kompetenzen werden im Grundschulalter erworben. In dieser Lebensspanne soll die Grundschule als erste öffentliche Pflichtschule mit weiteren Bildungsakteuren den Erwerb der basalen Kompetenzen absichern, wobei hinsichtlich der Kompetenzmodelle, der Anforderungen an die Akteure und der notwendigen Rahmenbedingungen Unklarheiten bestehen.
    Zielstellung:Das Forschungsprojekt P3DiG macht es sich zur Aufgabe, sowohl mehrperspektivisch Professionalisierungsbereiche und -prozesse von pädagogischen Akteuren zur „digitalen Grundbildung“ zu beschreiben und theoretisch zu modellieren als auch deren Umsetzung zu erfassen.
    Forschungsmethoden:In der ersten Projektstufe werden mit einem theoriebasierten Mehrebenenmodell die strukturellen Bedingungen von Kompetenzerwerb und Einstellungsänderungen von pädagogischen Akteuren (schulisch und außerschulisch) erfasst. Mittels Gruppendelphi-Verfahren werden wissenschaftliche Experten und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen zur „digitalen Grundbildung“ im Kindesalter, zu Professionalisierungserfordernissen und -prozessen und strukturellen Rahmenbedingungen befragt. Ziel dieser ersten Stufe ist die Klärung von Grundsatzfragen hinsichtlich veränderter Aufgaben von Bildungseinrichtungen.
    In der zweiten, umfassenderen Projektstufe erfolgt die Analyse von Gelingensbedingungen durch die Befragungen von Ausbildungspersonen und pädagogischen Akteuren zur Identifikation von Kompetenzen und Einstellungen zur „digitalen Grundbildung“. Dabei werden insbesondere auch treibende und hemmende Faktoren in der Professionalisierung der pädagogischen Akteure erfasst. Hierzu werden in einem Methodenmix theoriegenerierende qualitative und hypothesenprüfende quantitative Forschungselemente miteinander kombiniert. Im qualitativen Teil werden insbesondere auch Bedingungskonstellationen von Kompetenzerwerb, Einstellungsveränderungen und praktischen Umsetzungen erfragt. Bestehende Daten aus aktuellen Studien mit einem ähnlichen Fokus werden mittels Sekundäranalysen eingebunden. Die Befunde der qualitativen Teilprojekte werden für eine quantitative Erhebung genutzt, mit der neue Skalen zur digitalen Bildung im Kindesalter validiert werden und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen endogenen Faktoren (Kompetenzen, Einstellungen) pädagogischer Akteure und strukturellen Bedingungen geprüft werden sollen.

Projects on own resources:

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Individual funding:

  • Paralinguistische Stimmmerkmale in Major Depression (ParaStiChaD)

    Term: 1. January 2020 - 31. December 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Integration von Online-Interventionen in die ambulante Psychotherapie bei Patienten mit depressiven Störungen und Angststörungen

    Term: 1. November 2019 - 30. April 2023
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Smartphone-assistierte Abstinenzförderung nach Alkoholentzug

    Term: 1. April 2019 - 31. March 2022
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Evaluation der Behandlung von Opioidabhängigen während der Inhaftierung im bayerischen Justizvollzug

    Term: 1. January 2019 - 30. September 2022
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
  • Multisensory causal inference in cortical hierarchies and its alterations in schizophrenia

    Term: 1. January 2018 - 31. December 2019
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Forschungs- und Entwicklungsvertrag im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundforschungsvorhabens „COMPARE - Risikobewertung bei Kindern psychisch kranker Eltern“.

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Gesundheitsförderung und Prävention von psychischen Störungen bei Studierenden

    Term: 1. February 2016 - 31. January 2021
    Funding source: Industrie
  • Evaluation der psychotherapeutischen Fachambulanzen für Gewaltstraftäter München, Nürnberg und Würzburg

    Term: 1. October 2015 - 30. September 2020
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
    URL: http://www.lsdiagnostik.phil.uni-erlangen.de/forschungsprojekt_fachambulanzen

Funding of research groups – overall projects:

  • Mit uns im Gleichgewicht - Präventionsprojekt zu internet- und telefonbasierten Interventionen bei psychisch belasteten Versicherten in den „grünen Berufen”

    Term: 1. June 2017 - 30. May 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
    URL: http://www.psych1.phil.uni-erlangen.de/forschung/internetbasierte-therapie/mit-uns-im-gleichgewicht.shtml

    Allgemeine Beschreibung

    Das von der Sozialversicherung fürLandwirtschaft, Forst- und Gartenbau (SVLFG) geförderte Modelprojekt „Mit unsim Gleichgewicht“ hat die Förderung und den Erhalt der psychischen Gesundheitbei Landwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen zum Ziel und wird vonder Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Ulmwissenschaftlich evaluiert.

    Um die psychische Gesundheit vonLandwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen zu erhalten und zu fördern,bietet die SVLFG den Versicherten Vor-Ort-Präventionsangebote wie zum BeispielSeminare zur Betriebsübergabe oder zum Stressmanagement an. Diese Angebotewerden im Rahmen des Modellprojektes um internet- und telebasierteInterventionen (Online-Gesundheitstrainings vom GET.ON Institut und intensivesEinzelfallcoachings von IVPNetworks) erweitert. Interventionen zur Präventionvon psychischen Belastungen sind besonders in der Landwirtschaft gefragt, dadiese Berufsgruppe aufgrund schwieriger Arbeitsbedingungen (zum Beispiel hoheArbeitsbelastung, Familienkonflikte, Saisonarbeit) vielen Belastungenausgesetzt ist. Nachgewiesenermaßen sind internet- und telebasierteInterventionen wirksam, allerdings sind die Effekte auf Populationsebeneabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme der Zielgruppe. Vor diesemHintergrund besteht ein hoher Bedarf an wissenschaftlich fundiertenErkenntnissen darüber, welcher Bedarf bei Landwirte*innen, Förster*innen undGartenbauer*innen, deren Partner*inne sowie mitarbeitenden Familienangehörigebesteht und wie diese effektiv erreicht werden können. Zudem soll überprüftwerden, ob zielgruppenspezifische Angebote für diese Personengruppe wirksam undkosteneffektiv der Entwicklung depressiver Störungen entgegenwirken können.

    Vordiesem Hintergrund untersucht der Lehrstuhl für Klinische Psychologie undPsychotherapie der FAU im Auftrag der SVLFG in zeitlich teils überschneidendenTeilprojekten zum einen die aktuelle Inanspruchnahme und Akzeptanz vonpräventiven Interventionen bei Landwirten, Gärtnern und Förstern, zum anderendie Wirksamkeit zweier spezifischer Interventionen (online-basierteGesundheitstrainings, telemedizinische Intensivbetreuung). Zudem werden dieneuen Gesundheitsangebote und online-basierten Interventionen im Rahmen einergroßen Implementierungsstudie in ganz Deutschland über unterschiedliche Zugangswegeden Versicherten der SVLFG angeboten.

    Zielgruppe des Projekts sind beider SVLFG versicherte Landwirt*innen, deren mitversicherten Partner*innen undmitarbeitenden Familienangehörige.

    Teilprojekt 1 und 2: Pilotimplementierung undImplementierungsstudie (ImpleMentIT)

    Die Pilot-Implementierungsphase in Bayern und Schleswig-Holsteindiente der Vorbereitung für die nationale Implementierung der internet- undtelebasierten Präventionsangebote, welche seit April 2019 stufenweise auf alleBundesländer ausgeweitet werden.

    Das primäre Ziel der Implementierungsstudie ist die Evaluation desImplementierungserfolgs von internet- und telebasierten Präventionsleistungenin der Routine-Versorgung. Der Implementierungserfolg wird anhand derDimensionen des „RE-AIM“- Frameworks (Reichweite, Effektivität, Annahme,Implementierung und Nachhaltigkeit) und des „Consolidated Framework forImplementation Research“ (Charakteristiken der Intervention, äußeres Setting,inneres Setting, Merkmale der beteiligten Personen und Implementierungsprozess)bewertet und verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz. Zudem werden Vergleichehinsichtlich der jeweiligen Angebote (GET.ON, IVPNetworks) bzw. zwischen denBundesländern näher betrachtet. Die Einsteuerung der Versicherten erfolgt überdie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der SVLFG, die zu den Präventionsangebotenberaten und Versicherte zu den externen Dienstleistern (GET.ON, IVP Networks)weiterleiten.

    Verschiedene Personen, die am Implementierungsprozess beteiligtsind, werden im Rahmen der Studie befragt, wie z.B. Versicherte der SVLFG, diedie internet- oder telefongestützten Präventionsleistungen in Anspruch nehmen,als auch Mitarbeiter/-innen der beteiligten Organisationen (GET.ON, IVPNetworksund SVLFG). Ziel der Befragungen bei den Versicherten ist es, Prä-, Post- undFollow-Up-Vergleiche hinsichtlich der psychischer Beschwerden durchzuführensowie die Zufriedenheit und Akzeptanz der internet- und telefongestütztenPräventionsangebote zu erfassen. Qualitative Interviews mit Teilnehmendendienen dazu, Einblicke in die subjektiven Erfahrungen zu bekommen (u.a.Zufriedenheit, Akzeptanz und Barrieren und Förderfaktoren bei derInanspruchnahme). Ebenso werden Mitarbeiter/-innen befragt, um Veränderungen imImplementierungsprozess abzubilden (insbesondere der Grad derNormalisierung/Gewöhnung hinsichtlich innovativer Technologien) sowieorganisationale Aspekte und die Akzeptanz bzw. Einstellung der internet- undtelefon-gestützten Präventionsangebote zu erfassen. Zusätzlich werden inFokusgruppen mit Außendienstmitarbeiter/-innen der SVLFG förderliche undhinderliche Aspekte der Beratung zu den Präventionsangeboten ermittelt, umdarauf aufbauend Handlungsempfehlungen abzuleiten.

    Wenn die Implementierung der neuen Präventionsangebote gelingt undsich diese in parallelen randomisiert-kontrollierten Studien als wirksam undkosteneffizient aufzeigen, ist die langfristige Aufrechterhaltung derPräventionsleistungen Ziel dieses Modellvorhabens. Somit haben die niederschwelligenAngebote das Potential, unmittelbar zur nachhaltigen Verbesserung derGesundheitsversorgung im ländlichen Raum beizutragen.

    Die Pilot-Implementierung der neuen Gesundheitsangebote erfolgtvom 11/2017 bis 03/2019 in Bayern und Schleswig-Holstein. Eine weitereAusweitung des Angebots über die gesamte Bundesrepublik erfolgt stufenweise imZeitraum von 04/2019 bis 05/2020.

    Teilprojekt 2: ImpleMentAll(Implementierung von internetbasierten Gesundheitsprogrammen)

    Bei ImpleMentAll (IMA) handelt es sich um ein von der EuropäischenKommission gefördertes Projekt. An zwölf Standorten, unter anderem in denPilotregionen Bayern und Schleswig-Holstein in Kooperation mit der FAU, demGET.ON Institute für Online-Gesundheitstrainings und der SVLFG, werdeninternet-basierte Interventionen eingesetzt, um die Prävention und Behandlungpsychischer Erkrankungen zu verbessern. Ziel des Projekts ist es, dieEffektivität von „maßgeschneiderter“ Implementierung mit der gewöhnlichenImplementierung (Implementation-as-Usual) an den zwölf Standorten zuvergleichen. Dazu wird überprüft, ob die Implementierung aufgrund der Nutzungeines dafür entwickelten „Online-Werkzeugkastens“ (ItFitsToolkit) effektiverist als bei regulären Implementierungsaktivitäten. Gemessen werden dafür Zahlenzur Inanspruchnahme der jeweiligen Intervention, der Grad derNormalisierung/Gewöhnung hinsichtlich innovativer Technologien sowie Kosten fürdie Implementierung. An jedem der 12 Standorte gibt es einImplementierungsteam, welches mithilfe des ItFitsToolkitImplementierungsstrategien entwickeln. In Erlangen besteht dieses Team ausMitarbeiter/-innen der FAU, des GET.ON Institutes und der SVLFG. Dieses setztsich unter Anleitung der ItFits-Toolkit-Plattform mit aktuellen Barrieren derImplementierung auseinander und entwickelt Strategien zur Erhöhung derInanspruchnahme durch Versicherte der SVLFG.

    Die Datenerhebung für die ImpleMentAll-Studie läuft seit 06/2018und endet im 09/2020.

    Teilprojekt 3: Wirksamkeitsstudie zu den GET.ON Online-Gesundheitstrainings

    Dieses Teilprojekt besteht aus zweirandomisiert-kontrollierten Studien (RCT). Es soll die Wirksamkeit undKosteneffektivität der Online-Gesundheitstrainings von GET.ON hinsichtlich derPrävention von schmerzbezogenen Belastungen bei chronischen Schmerzen (PACT-A)und der Vorbeugung undVerringerung von depressiven Beschwerden (PROD-A) bei der Zielgruppe derLandwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen überprüft werden. 

    PACT-A. Bei dieser Studiesoll die Wirksamkeit und Kosteneffektivität einer auf der Akzeptanz undCommitment Therapie (ACT) basierten internetgestützten Intervention zurPrävention von schmerzbezogenen psychischen Belastungen bei Vorliegen vonchronische Schmerzen evaluiert werden. Das dafür verwendete Online-Training wird vom GET.ON Institut zurVerfügung gestellt und durchgeführt. Die Teilnehmenden werden zufällig in eineKontrollgruppe oder in eine Interventionsgruppe eingeteilt. Die Kontrollgruppeerhält Zugang zu psychoedukativem Informationsmaterial und Informationenbezüglich weiterer Möglichkeiten der Regelversorgung. Den Teilnehmenden derInterventionsgruppe steht die internetbasierte Intervention „GET.ON chronischeSchmerzen“ zur Verfügung. Die Intervention besteht aus insgesamt siebenaufeinander aufbauenden Lektionen, von denen wöchentlich eine bearbeitet werdensoll. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden der Interventionsgruppe nachAbschluss jeder Lektion von ausgebildeten Psychologen (E-Coaches) Feedback. Diebeiden Gruppen werden zu sechs Messzeitpunkten über 36 Monate hin bezüglichihrer psychischen Gesundheit und Belastung miteinander verglichen.

    Erweist sich das internetbasierteGesundheitstraining als wirksam und kosteneffektiv in der Prävention vonSchmerzinterferenz oder anderen psychischen Belastungen, bietet dies dieGrundlage für die Implementierung internetbasierter Gesundheitstrainings in dieRegelversorgung der Versicherten als Gesundheitsangebot der SVLFG.

    Die Studie ist seit Januar 2018 in derRekrutierungsphase.

    PROD-A. Bei dieserStudie soll die Wirksamkeit und Kosteneffektivität internetbasierterInterventionen hinsichtlich der Verringerung von depressiven Beschwerdenüberprüft werden. Zusätzlich soll die Wirkung dieser Interventionen auf dieAnzahl der Neuerkrankungen von Depression, sowie die Auswirkung auf Stress,Angst, Schlafqualität, und der Verringerung von problematischem Alkoholkonsumerfasst werden. Ziel der Wirksamkeitsstudie ist es, zu untersuchen, ob dieBearbeitung einer internetbasierten Gesundheitsintervention, unabhängig vonihrem inhaltlichen Schwerpunkt, zu einer Verbesserung subklinischer depressiverBeschwerden in der Zielgruppe führt. Diedafür verwendeten Online-Trainings werden vom GET.ON Institut zur Verfügunggestellt und durchgeführt. Die Teilnehmenden werden zufällig in eineKontrollgruppe oder in eine Interventionsgruppe eingeteilt. Die Kontrollgruppeerhält Zugang zu psychoedukativem Informationsmaterial und Informationenbezüglich weiterer Möglichkeiten der Regelversorgung. Den Teilnehmenden derInterventionsgruppe stehen der Zugang zu einem von sechs verschiedenenOnline-Trainings, die sich hinsichtlich ihrer Schwerpunktsetzungunterscheiden, zur Verfügung (GET.ON Stimmung, GET.ON Diabetes und depressiveBeschwerden, GET.ON Fit im Stress, GET.ON Regeneration, GET.ON Panik und GET.ONClever weniger trinken). Die Interventionen bestehen aus 6-8 Trainingseinheitenmit Informationen und vertiefenden Übungen zur Verbesserung depressiverSymptomatik. Nach Bearbeitung einerTrainingseinheit erhalten die Teilnehmenden der Interventionsgruppe vonausgebildeten Psychologen (E-Coaches) Feedback. Die Effektivität derinternetbasierten Interventionen wird mit der Kontrollgruppe verglichen undüber einen Zeitraum von 36 Monaten in regelmäßigen Abständen evaluiert.

    Erweisen sich die internetbasierten Gesundheitstrainings alswirksam und kosteneffektiv in der Reduktion subklinischer depressiverBeschwerden und der Prävention depressiver Störungen, bietet dies die Grundlagefür die Implementierung internetbasierter Gesundheitstrainings in dieRegelversorgung der Versicherten als Gesundheitsangebot der SVLFG und stündedamit allen Versicherten zur Verfügung.

    Die Rekrutierung lief vom Januar 2018 bis April 2019. Aktuellbefindet sich diese Studie in der Auswertungsphase. 

    Teilprojekt 4: Wirksamkeitsstudie zum IVPNetworks Einzelfallcoaching

    In dieser randomisiert-kontrollierten Studie sollen dieWirksamkeit und Kosteneffektivität des telefonischen Einzelfallcoachings vonIVPNetworks hinsichtlich der Vorbeugung und Verringerung von depressivenBeschwerden bei der Zielgruppe der Landwirt*innen, Förster*innen undGartenbauer*innen überprüft werden (TEC-A).

    Den randomisiert zugeordneten Teilnehmenden derInterventionsgruppe steht ein persönlicher Telefoncoach über 3-6 Monate zurVerfügung. Die Kontrollgruppe erhält psychoedukatives Informationsmaterialbezüglich Stress, Erschöpfung und psychischer Beschwerden und Informationen zuAngeboten der Regelversorgung. In der vorliegenden Studie werden dieTeilnehmenden der jeweiligen Gruppen zu vier Messzeitpunkten hinsichtlich ihrerpsychischen Belastung befragt und miteinander verglichen. Primäres Ziel derStudie ist die Reduktion depressiver Symptomatik bei den Teilnehmenden in derInterventionsgruppe.

    Erweist sich das telefonische Einzelfallcoaching als wirksam undkosteneffektiv in der Verringerung depressiver Beschwerden und der Präventiondepressiver Störungen, bietet dies die wissenschaftliche Grundlage für dieImplementierung telefonbasierter Präventionsangebote in die Regelversorgung derSVLFG.

    Die Rekrutierung lief vom Dezember 2018 bis April 2019. Aktuellbefindet sich diese Studie in der Auswertungsphase.

    Teilprojekt 5: Experimentelle Testung der Wirksamkeit von Rekrutierungsstrategien

    Ziel dieses Teilprojektes soll ist es herauszufinden, inwieweitsich Rekrutierungsstrategien im Rahmen des Modellprojektes optimieren lassen.Es werden unterschiedlicheDisseminationsstrategien zur Optimierung der Akzeptanz und Inanspruchnahme derInterventionen überprüft.

    Dafür werden in mehreren Anschreibewellen verschiedene Varianten des Informationsmaterials (Infoblatt, Flyer) für dieWirksamkeitsstudien zu den GET.ON Gesundheitstrainings und dem intensivenEinzelfallcoaching von IVPNetworks erstellt und an Versicherte der SVLFGverschickt. Dabei werden Layoutaspekte (z.B. Schriftgröße, Farbe),Versandoptionen (Standardversand und Dialogpost) und Inhalt (Informationsmenge,Wortwahl) variiert und der Rücklauf der verschieden Varianten beobachtet.

    Die Durchführung der Interviews fand im 2019 statt. Die Studiebefindet sich aktuell in der Auswertungsphase.

    Teilprojekt 6: GesundheitsökonomischeAnalysen

    In diesem Teilprojekt soll die Kosteneffektivität und der Kostennutzen derbeiden Intervention (GET.ON Trainings und intensives Einzelfallcoaching)evaluiert werden. Hierzu werden im Rahmen der Wirksamkeitsstudien (Teilprojekte3 + 4) die wirtschaftlichen Folgekosten aufgrund von psychischer Erkrankung(z.B. Nutzung ärztlicher Leistungen, Aufnahme einer regulären Behandlung,Medikation, Krankschreibungen, Arbeitstätigkeit trotz Erkrankung) sowie dieLebensqualität der Teilnehmer erfasst. Diese werden darüber hinaus in Bezug zusekundäre Versichertendaten der SVLFG anonymisiert auf Gruppenebene ausgewertetund in Zusammenhang gesetzt.

    Die Durchführung der gesundheitsökonomischen Analysen ist für 2021/22geplant.

    Teilprojekt 7: Akzeptanz undZufriedenheit der Teilnehmer mit den neuen Gesundheitsangeboten

    Im Rahmen von qualitativen Interviews mit Teilnehmenden derOnline-Gesundheitstrainings und des intensiven Einzellfallcoachings werdenInterviews geführt um die Zufriedenheit mit der erhaltenen Gesundheitsleistungsowie der Akzeptanz des Mediums (Internet oder Telefon) für dasGesundheitsangebot aus Teilnehmersicht erfassen zu können.

    Die Studie befindet sich aktuell in der Auswertungsphase.

Funding of research groups – subprojects:

  • Ermittlung der Praxis- und Alltagstauglichkeit des IEEDA, Untersuchungen der Patienten und Durchführung der IASON-Validierung

    Overall project: Intelligenter emotional-empathischer digitaler Assistent mit EEG-Zeitreihenanalyse zur Früherkennung und Verlaufskontrolle bei Alzheimer-Demenz - IASON
    Term: 1. July 2019 - 30. June 2022
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien

    Overall project: Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien
    Term: 1. June 2019 - 31. May 2023
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (seit 2018)
  • Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse

    Overall project: Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse
    Term: 1. April 2019 - 31. March 2023
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation

    Overall project: @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation
    Term: 1. February 2019 - 31. January 2023
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Anforderungsanalyse, Entwicklung der Motivationsstrategie und des Geschäftsmodells, Test und Evaluierung

    Overall project: Intelligentes Servicesystem für lokal vernetzte Prosumer
    Term: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Ziel des Verbundprojektes liegt in der Unterstützung und Entlastung der Menschen, die in einem Quartier zusammenleben und kurzfristig oder dauerhaft Hilfe benötigen ohne dass durch diese Hilfen finanzielle Mehrbelastungen entstehen dürfen. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Verbundprojektes ein neuartiges, interaktives und nicht-monetäres Dienstleistungssystem für eine "Nachbarschaftshilfe 2.0" entwickelt und aufgebaut. Das innovative Konzept entwickelt ein Netzwerk gegenseitiger Hilfe durch Integration von Bürgern mit ehrenamtlichen, gemeinnützigen und professionellen Organisationen über eine neuartige digitale Plattform. 

  • Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)

    Overall project: Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)
    Term: 1. June 2017 - 31. May 2021
    Funding source: andere Förderorganisation

Projects on own resources:

  • Organizational hormone effects, body morphology, and the motivational brain

    Term: since 2. February 2018

    This project aims at pinpointing the effects of organizational hormone effects on the motivational brain during development via markers in body morphology. Covering markers of prenatal (e.g., 2D:4D digit ratio) and pubertal (e.g., facial width-to-height ratio) hormones that are specifically affected by organizing effects during specific developmental stages, the project infers the degree to which sex steroids like testosterone and estradiol also affect brain development during these stages. To this end, anthropometry, 2D-measurement of photos and scans, and in the future also fMRI-methods are or will be used. Regarding the motivational brain, specific emphasis is placed on implicit motives due to their ties to endocrine parameters later in life. The project has the following objectives: (1) Detecting associations between markers of organizational hormone effects and adult motivational parameters; (2) linking markers to behavioral, physiological, and endocrinological outcomes in adulthood (planned); (3) further establishing the validity of markers using available external databases which simultaneously include material amenable to morphometric analyses and behavioral outcomes; (4) improving measurement processes for markers via measurement guides and software; (5) using fMRI to detect structural features of the brain connected to markers and motivational parameters (planned).

    Additional project members (undergraduate or B.Sc. researchers/non-FAU members):

    Kira Bleck

    Alexandra Rudnaya

    Helena Schmiedl

    Stefan Schmiedl

    Annika Schwarm

    Julia Waßer

  • Development and validation of a measure of sexual motivation

    Term: since 1. October 2017

    The main goal of this project is the development and validation of a set of measures for the assessment of sexual motivation. The measurement approach employed is rooted in incentive-theory accounts of sexual motivation that emphasize the potency of sexual incentives for activating a central motive state aimed at obtaining sexual satisfaction. It is based on a concept of validity that requires evidence for a causal effect of an attribute on its measure and successful applications of this principle in motivation science based on the analysis of imaginative picture stories. The specific objectives of the project are: (1) Development of picture-story measures of the need for sex (nSex) based on content-coding and automated text analysis; (2) development of a suitable picture set for eliciting stories; (3) determination of the reliability (inter-coder, retest, picture/response profile) of the nSex measures; (4) testing the predictive validity of the nSex measures for core phenomena of motivation (attention, affect, psychophysiology and hormones, associative learning, instrumental learning/behavior, frequency of sexual activity in daily life and its association with emotional well-being); (5) examining its convergent and discriminant validity.

Individual funding:

  • 9x selbstbestimmtes Wohnen in Oberfranken

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2020
    Funding source: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) (ab 10/2013)
  • Beratungsstelle für gesundes Altern

    Term: 1. January 2016 - 31. December 2020
    Funding source: Stiftungen
    URL: http://www.geronto.fau.de/bega

    An BegA können sich Menschen mit Beratungsbedarf zu allgemeinen Fragen der Lebensführung im Alter, zu subjektiven Einschränkungen der kognitiven oder körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. bei der Verkehrsteilnahme wenden bzw.  auch deren Angehörige. Ziel von BegA ist es, basierend auf ausführlichen Gesprächen und evtl. vertiefender Diagnostik, individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln.

    Das Projekt BegA - Beratung für gesundes Altern ist langfristig ausgelegt, d.h. Klienten und Klientinnen sollen so lange wie möglich und gewünscht (in jährlichen Abständen) weiter begleitet werden. Die Anzahl der Klienten wird letztendlich durch Nachfrage und Ressourcen bestimmt. Im ersten Jahr der Projektlaufzeit haben sich seit Januar 2016 schon mehr als 100 Klienten an BegA gewandt.

    Arbeitsschwerpunkte von BegA sind:
    1. Beratung zu Fragen der Lebensführung im höheren Lebensalter
    2. Beratung bei subjektiv erlebten Gedächtnis- oder sonstigen kognitiven Leistungseinbußen
    3. Mobilitätsberatung und Fahreignungsdiagnostik bei subjektiver Unsicherheit im Verkehr
    4. Nicht-medikametöse therapeutische Interventionen wie z.B. Kognitiv-körperliches Training zur Prävention von kognitiven Leistungseinbußen oder Gesprächsangebote in Gruppenform zu verschiedenen Themenbereichen (z. B. Trauerbegleitung).

    BegA wird für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert. Im Förderumfang enthalten sind 0.75 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, Mittel für wissenschaftliche Hilfskräfte (15h/Woche) sowie Sachmittel.  Beiträge der Klienten und Eigenleistungen der FAU Erlangen-Nürnberg ergänzen die Finanzierung.

Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

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Projects on own resources:

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Individual funding:

  • Decentralization in the Arab World: Morocco, Tunisia, Egypt and Jordan from a comparative perspective

    Term: 1. August 2017 - 31. July 2020
    Funding source: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.pol.phil.fau.de/institut/middleeast/dfg-projekt-dezentralisierung/

    Since the early 1990s we have been witnessing the emergence of government-led decentralization strategies in the Arab world, which vary considerably with regard to timing, depth, success, reach and results. Despite these empirical findings, the scholarly literature remains vague when discussing causes and consequences of governments' decisions to further decentralize the body politic. This is the point of departure of our research project. It focuses on experiences with strategies of administrative decentralization. Our research is embedded in the generally accepted finding of a persistence of neopatrimonial networks of patronage and clientelism in the region. We assume that policies of decentralization are guided, inspired and instrumentalized by clear-cut identifiable personal networks. They interlock the central, regional and local levels of government. The emergence and the function of decentralization processes are hence more than only the result of modifications within the constitutional architecture. The reason for political change by decentralization is a re-configuration of neopatrimonial networks, which causes a modified territorialization of power whenever the central government transfers competences down to the regions. In our project we ask, to what extent and with which social and political consequences decentralization processes shape governability in the four countries under study, and how these processes produce legitimacy beyond the traditional aim of regime survival through institutional reform. In order to investigate the consequences of decentralization for governability we use as indicator and analytical tool the governance of budgets and financial transfers to the subnational level. Our country sample comprises Morocco, Tunisia, Egypt and Jordan. These cases were selected because they vary significantly with regard to forms, functions and consequences of decentralization, but are at the same time structurally very similar (tradition of centralized statehood, similar pathways of state-building and persistence of neopatrimonial networks). Our project will provide a conceptual and empirical contribution to the still fairly underresearched questions of decentralization and its consequences in the Arab world. We aim at the identification of a middle range theoretical approach that allows us to tease out the inner logic of decentralization policies in the Arab world and which locates our research results in the existing literature of comparative research on the workings of statehood.

Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

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Projects on own resources:

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Individual funding:

  • Das Imaginäre an den Grenzen des Sozialen

    Term: 1. November 2019 - 31. October 2022
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.soziologie.phil.fau.de/imaginaeres/
  • The Structure of Cognitive Minorities: Evangelicals in Leipzig and Unitarians in Dallas

    Term: 1. October 2017 - 30. September 2020
    Funding source: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    The objective of this research project is to ascertain - by means of a comparative analysis of 'cognitive minorities' - how people maintain a view of the world that deviates significantly from the one generally taken for granted in their social environment. Using a complementary research design I aim to reconstruct how a distinctive group of religious believers (Evangelical Protestants) in a strongly secular city (Leipzig) defines its reality and how this is done by a group of skeptics and seekers (Unitarians) in a city characterized by evangelical spirituality (Dallas). Adopting a theoretical perspective based on the sociology of knowledge, I assume that definitions of reality are constructed and maintained through permanent interaction between the subjective level of consciousness and the objective level of institutions and shared structures of meaning. For investigating this interaction an ethnographic research design with a Grounded Theory methodology is chosen that combines participant observation with ethnographic interviews. Following up current debates in the sociology of religion, the project is intended, first of all, to make an empirically-based micro-sociological contribution to evaluate the relationship of city, religion and modern society and in this way, secondly, to contribute to the further conceptual development of new approaches to research on the sociology of religion.

Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

  • Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen

    Overall project: Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen
    Term: 1. November 2018 - 31. October 2021
    Funding source: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Entwicklung von Kriterien zum Selbstcheck guter agiler Projektarbeit.

    Overall project: Gute agile Projektarbeit in der digitalisierten Welt (diGAP)
    Term: 1. April 2018 - 31. October 2020
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Individual funding:

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Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

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Projects on own resources:

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Funding of research groups – overall projects:

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Funding of research groups – subprojects:

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Projects on own resources:

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Individual funding:

  • Design Thinking als Modell forschenden Lernens in der Theologie

    Term: 1. January 2020 - 31. December 2024
    Funding source: andere Förderorganisation

Funding of research groups – overall projects:

  • vALID: Artificial-Intelligence-Driven Decision-Making in the Clinic. Ethical, Legal and Societal Challenges

    Term: 1. November 2019 - 31. October 2022
    Funding source: BMBF / Verbundprojekt

    AI is oneveryone’s lips. Applications of AI are becoming increasingly relevant in thefield of clinical decision-making. While many of the conceivable use casesstill lay in the future, others have already begun to shape practice. Theproject vALID provides a normative, legal, and technicalanalysis of how AI-driven clinical Decisions Support Systems could be alignedwith the ideal of clinician and patient sovereignty.

    vALID consistsof four subprojects. On the basis of an in-depth analysis of existing normativework on clinical AI, the ethical subproject examines which aspects the ideal ofclinician and patient sovereignty encompasses. On the basis of a de lege lataanalysis, the legal subproject analyzes and evaluates various regulatoryoptions in the national and international context. Both subprojects reflect onhow concepts of trustworthiness, transparency, agency and responsibility areinfluenced and shifted by clinical AI, both on a theoretical level and withregard to concrete moral and legal consequences.

    In thetechnical subproject, and against the background of a thorough analysis of whatis technically possible and already being practiced in the clinic, mock-upsimulations of conventional, automated and integrative decision support systemswill be developed. In the empirical subproject, clinicians and patients will beexposed to these mock-up simulations. Quantitative and qualitative methods willthen be used to systematically gather perspectives and argumentative patternson the range of designs and implementations of AI-driven, clinical decisionsupport systems.

    Throughoutthis process, the subprojects are continuously methodologically intertwined:The normative subprojects on the one hand develop the conceptual framework forthe empirical investigations, and on the other hand incorporate results of thelatter into their positions.

    On the basis of this work, the four vALID subprojectswill finally jointly develop an ethically, legally, technically, andempirically informed governance perspective for AI-driven decision supportsystems in the context of shared clinical decision-making.

  • Critical Catalogue of Luther Portraits (1519-1530)

    Term: 1. June 2018 - 31. May 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
    URL: https://www.gnm.de/forschung/projekte/luther-bildnisse/

    Quite a number of portraits of Martin Luther - known as media star of 16th century – can be found in today’s museums and libraries. However, how many portraits indeed exist and which of those are contemporary or actually date from a later period? So far unlike his works, however, the variety of contemporary portraits (painting and print) is neither completely collected nor critically analyzed. Thus, a joint project of the FAU, the Germanisches Nationalmuseum (GNM) in Nuremberg and the Technology Arts Sciences (TH Köln) was initiated. Goal of the interdisciplinary project covering art history, art technology, reformation history and computer science is the creation of a critical catalogue of Luther portraits (1519-1530). In particular, the issues of authenticity, dating of artworks and its historical usage context as well as the potential existence of serial production processes will be investigated.

Funding of research groups – subprojects:

  • Christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte

    Overall project: GRK 2304: Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption
    Term: 1. October 2018 - 31. March 2023
    Funding source: DFG / Graduiertenkolleg (GRK)

    Zum 1. Oktober 2018 wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ein neues geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg eingerichtet. Die DFG bewilligte das interdisziplinäre GRK 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen: Austausch, Abgrenzung und Rezeption“, an dem insgesamt zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen historischen, archäologischen und theologischen Fächern sowie der Musikwissenschaft beteiligt sind, die von der Antike bis zur Frühen Neuzeit forschen. Sprecher ist der Byzantinist Johannes Pahlitzsch, stellvertretende Sprecherin die Kirchenhistorikerin Heike Grieser. Ute Verstegen vom LS Christliche Archäologie der FAU ist als externe Expertin Mitglied des Trägerkreises und wird Qualifikationsarbeiten zur spätantiken und byzantinischen Archäologie und Kunstgeschichte betreuen.

    Das GRK untersucht die Wechselbeziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und seinen Nachbarn und Konkurrenten erstmals aus einer transkulturellen Perspektive, nicht nur anhand von Formen und Praktiken des Krieges, sondern auch mithilfe der sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen.

    Das GRK bietet einen intensiven fachlichen und interdisziplinären Austausch, eine fächerübergreifende Betreuung durch zwei Professorinnen/Professoren aus dem Trägerkreis, praxisbezogene Ausbildungsanteile im Museumsbereich, ein umfangreiches Angebot zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z. B. aus dem Bereich der Digital Humanities) und vielfältige Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung.

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Funding of research groups – overall projects:

  • Beauty and Islamic Theology

    Term: 1. December 2019 - 31. December 2020
    Funding source: andere Förderorganisation
    URL: https://aiwg.de/beauty-and-islamic-theology/

    Hier setzt die AIWG-Projektwerkstatt “Beauty and Islamic Theology” an: Sie möchte mit ihrem Forschungsvorhaben auch innerhalb der islamisch-theologischen Forschung in Deutschland den Blick auf eine „Theologie der Ästhetik“ richten. Ziel ist es, das Wesen, den Wert und die theologische Bedeutung von Ästhetik aus interdisziplinärer Perspektive zu beleuchten, um neue konzeptionelle Horizonte zu eröffnen. Die zentralen Forschungsfragen sind: Welche Bedeutung hat Ästhetik in islamischer Kunst und im islamisch-theologischen Diskurs? In welchem Ausmaß fungieren Schönheit und Kunst als eine Quelle der Theologie? Und welche Ansätze verhelfen zu einem besseren Verständnis islamischer Schönheits- und Kunstkonzeptionen?

    Die Projektwerkstatt will Grenzen zwischen Theorie und Praxis, zwischen Kunstgeschichte und Theologie überwinden. So nehmen Forschende und Studierende verschiedener Disziplinen (z. B. Islamwissenschaft, Nah- und Mitteloststudien, Kunstgeschichte und -pädagogik, Philosophie und Ethnologie) unter Anleitung eines Khattât, eines Meisters der Kalligraphie, an zwei praktischen Workshops zu Kalligraphie und Geometrie teil. Dabei soll den Teilnehmenden das Zusammenspiel von Kunst, Handwerk, moralischer Kraft und göttlicher Inspiration erlebbar gemacht werden. Geplant ist, die Forschungsergebnisse und praktischen Erfahrungen Ende 2020 im Rahmen einer Konferenz zu “Beauty and Islamic Theology” zu diskutieren und in einer Publikation zu veröffentlichen

Funding of research groups – subprojects:

  • Animal Welfare and Justice in Islam

    Overall project: Junior Research Group "Norm, Normativity and Norm Changes"
    Term: 1. January 2019 - 30. September 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.dirs.phil.fau.de/norm-normativitaet-und-normenwandel/
  • Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption

    Overall project: Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption
    Term: 15. November 2018 - 31. August 2022
    Funding source: andere Förderorganisation

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  • Bewegungsversorgung im Gesundheitssystem – Etablierung von Versorgungsketten zur Bewegungsförderung für Menschen mit nichtübertragbaren Erkrankungen

    Term: 1. June 2019 - 31. May 2022
    Funding source: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/bewegtversorgt/
  • Wirksamkeit bestehender politischer Maßnahmen für Lebensstil-Interventionen - Netzwerk zur Evaluation politischer Maßnahmen (PEN)

    Term: 1. February 2019 - 31. January 2022
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.jpi-pen.eu
  • Qualifizierung im DOSB: Kompetenzorientierung in der Trainerbildung Leistungssport

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2021
    Funding source: andere Förderorganisation
  • Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz

    Term: 1. October 2018 - 30. September 2023
    Funding source: andere Förderorganisation

    Kooperation 

    Das DSS der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im Rahmen eines wissenschaftlichen Förderprojektes namens „KMU bewegt!“ eine onlinebasierte Weiterbildungsplattform „Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz“ (nachfolgend „BGK-online“ genannt) entwickelt. Hierin enthalten sind konzeptuelle Bestandteile eines bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenzmodells für Gesundheitsberufe. Der DVGS vertritt in Konzeption, Realisation und Evaluation die Themen körperliche Aktivität, Bewegung und Sport in der Prävention und Rehabilitation. Dabei stützt sich der DVGS auf evidenzbasierte biopsychosoziale Modelle. Die Intention der Arbeit des Fachverbandes ist explizit der Wissenschaftstransfer in die Anwenderorientierung. Zu diesem Ziel kooperiert der DVGS mit den zuständigen wissenschaftlichen Einrichtungen einerseits sowie andererseits mit Leistungserbringern und Leistungsträgern des Gesundheitswesens.

    Das DSS  und der DVGS intendieren mit dieser Kooperation

    • Weiterentwicklung des vorliegenden Konzeptes der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz sowie zur Bewegungsförderung in Bezug auf die praktische Umsetzung sowie theoretische Konzeptualisierung
    • Wissenstransfer bezüglich Blended-Learning- sowie E-Learning-Verfahren für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in Bewegungs- und Gesundheitsfachberufe
    • Entwicklung von Konzepten für berufstätige Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen, die in den Feldern der Prävention, der ambulanten und stationären medizinischen Rehabilitation, der Akutversorgung und der Pflege tätig sind
    • Weiterentwicklung theoretischer Rahmenkonzepte und Definition von Kernkompetenzen für Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen zu verhaltensbezogenen Bewegungsinterventionen
    • Weiterentwicklung, Implementierung und Evaluation von analogen und digitalisierten Interventionen zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz in der Gesundheitsversorgung (Prävention, ambulante und stationäre medizinische Rehabilitation, Akutversorgung und Pflege)
  • Community-based Physical Activity Promotion to Implement National Recommendations

    Term: 1. June 2018 - 31. December 2020
    Funding source: andere Förderorganisation
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/kombine/
  • Facilitating Motor Skill Learning by Aerobic Training in Parkinson’s Disease

    Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die sich durch einen stetig fortschreitenden Verlust der Bewegungsqualität und –sicherheit kennzeichnet. Bewegungstherapeutische Maßnahmen zielen insbesondere auf den Erhalt und das Wiedererlernen grundlegender motorischer Funktionen. Ihre Wirkung begründet sich durch zentralnervöse Reorganisationsprozesse (Neuroplastizität) und sind demnach als Lernprozess zu betrachten. Die motorische Lernfähigkeit bleibt im Verlauf der Erkrankung weitestgehend erhalten, jedoch ist sie im Vergleich zur Altersnorm reduziert. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Lernleistung gesunder Erwachsener durch eine Kombination mit gezielten aeroben Belastungsreizen gesteigert werden kann. Ziel der Studie ist es daher, die Effekte eines, dem motorischen Lernen unmittelbar vorangehenden, aeroben Trainings auf die motorische Lernleistung von Parkinsonpatienten zu untersuchen.

Funding of research groups – overall projects:

  • Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"

    Term: 1. February 2020 - 31. July 2023
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung

    Term: 1. April 2018 - 31. March 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://www.capital4health.de
  • MS bewegt - Menschen mit MS in Bewegung bringen!
    Bewegungsförderung mit einem internetbasierten E-Health Beratungs- und Trainingsprogramm für Personen mit Multipler Sklerose

    Term: 1. November 2017 - 31. October 2020
    Funding source: Industrie
    URL: https://www.sport.fau.de/ms-bewegt/

    Forschungsproblematik
    Obwohl Personen mit Multipler Sklerose (PmMS) noch vor wenigen Jahren von Bewegung und sportlicher Aktivität abgeraten wurde, besteht heute kein Zweifel mehr über die nachgewiesenen, vielfältigen positiven Wirkungen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit / Mobilität von PmMS sowie deren Lebensqualität. Im Kontrast dazu steht jedoch, dass ein Großteil der PmMS eher einen körperlich inaktiven Lebensstil aufweist. Diese Umstände unterstreichen die Bedeutung von Maßnahmen zur nachhaltigen Förderung von körperlich aktiven Lebensstilen bei dieser Zielgruppe, um langfristig von den positiven Wirkungen der Bewegung zu profitieren. Das Internet hat sich als geeignetes Medium für gesundheitsförderliche Interventionen bei Gesunden, chronisch Kranken und auch speziell bei PmMS erwiesen.

    Ziel und Produkte
    Die Ziele des Projekts sind die Entwicklung eines E-Health-Angebots für Personen mit MS (Ziel 1) sowie die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Machbarkeit und Wirksamkeit dieses E-Health Angebots (Ziel 2) im Hinblick auf eine gelingende Bewegungsförderung. Damit sollen vor allem die gesundheitsbezogene Selbsthilfe gefördert und PmMS beim Aufbau eines körperlich aktiven Lebensstils durch eine professionelle und integrative Betreuung durch medizinisches sowie therapeutisches Fachpersonal unterstützt werden (s. Abb. unten). Ein innovativer Aspekt dieses Projekts ist die Entwicklung und Validierung von Mobilitäts-Parametern zur Bewertung der Mobilität von PmMS (Ziel 3).
    Produkte: E-Health Plattform | Bewegungs-App | Bewegungsprofil | Mobilitätsprofil | Kommunikation

    Methodik
    Um die oben beschriebenen Projekt- und Studienziele zu erreichen, beträgt die Projektlaufzeit drei Jahren (36 Monate) und umfasst zwei Phasen. Phase 1 besteht aus einer Entwicklungs- und Testphase und dient zur Entwicklung und Verfeinerung der Plattform sowie der (Weiter-) Entwicklung der Mobilitätsparameter. Phase 2 besteht aus einer Verfeinerungs- und Evaluationsphase. Hier soll die Machbarkeit sowie die Wirksamkeit des E-Health Angebots in Bezug auf die Verbesserung der körperlichen Aktivität und der Mobilität überprüft werden. Es soll nicht rein um Evaluation der Wirksamkeit einer einmalig entwickelten Intervention gehen, sondern aufgrund von erzielten (Zwischen-) Ergebnisse der formativen Evaluation werden Korrekturen und Qualitätsverbesserungen der laufenden Prozesse sowie der entwickelten Spezifikationen vorgenommen, um die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung zu erhöhen.

    Nutzen
    Nachhaltige Integration einer ortsunabhängigen, web-basierten E-Health Plattform in die Versorgungsstruktur für PmMS. Eine umfassende und abgestimmte medizinische wie therapeutische Betreuung kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Neben der Verbesserung der Lebensqualität wäre damit auch die Senkung der direkten wie indirekten Kosten verbunden. Die mit diesem Projekt aufgebauten Strukturen und Prozesse sind auf andere Erkrankungsformen übertragbar.

Funding of research groups – subprojects:

  • Planung, Durchführung und Analyse der Erhebung

    Overall project: NUBIG - Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"
    Term: 1. February 2020 - 31. July 2023
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten III - FaST-PD III

    Overall project: Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten
    Term: 1. September 2019 - 31. August 2021
    Funding source: Stiftungen
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/optimierung-motorischer-lernprozesse-

    In the third part of the study, the paradigm chosen inexperiments #1 and #2 will be transferred and evaluated to a therapy processlasting several weeks. It will be examined how the regular direct coupling ofmotor learning units and cardiovascular stress affects the consolidation andautomation of the practiced movements. Based on the findings of the first twostudies, an aerobic stress stimulus will immediately follow the motor learningtask over a training period of several weeks.

  • Health.eduPLUS: Gesundheit in Sportunterricht und Sportlehrerbildung

    Overall project: CAPITAL4HEALTH II: Handlungmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung - Teilprojekt Erlangen
    Term: 1. April 2018 - 31. March 2021
    Funding source: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://health.edu.capital4health.de/
  • Physical Activity-related Health Competence in Apprenticeship and Vocational Education

    Overall project: Capital4Health
    Term: 1. April 2018 - 31. March 2021
    Funding source: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://parc-ave.capital4health.de/

    Das Projekt PArC-AVE (Physical Activity-related Health Competence in Apprenticeship and Vocational Education; deutsch: Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz in der beruflichen Bildung) beschäftigt sich mit dem Thema der Bewegungsförderung in der Ausbildung und fokussiert im Zuge dessen die Entwicklung und Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz (BGK) von Auszubildenden der Krankenpflege und KFZ-Mechatronik.

    Auch in der zweiten Förderphase liegt das primäre Ziel in der Förderung der BGK von Auszubildenden. Dabei widmet sich PArC-AVE folgenden weiteren Zielen:

    1. Transfer von kooperativen Planungsprozessen zur Förderung der BGK in neue Settings;
    2. Analyse der Beziehungen zwischen den subjektiv wahrgenommenen körperlichen Arbeitsbeanspruchungen und der Ausprägung der BGK;
    3. Langzeitbewertung von BGK und strukturellen Veränderungen in den Settings der ersten Förderphase.
  • Capital4Health 2 - Querschnittsprojekt CAPCOM

    Overall project: Capital4Health 2 - Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung
    Term: 1. April 2018 - 31. March 2021
    Funding source: Bundesministerien
    URL: http://www.capital4health.de

Projects on own resources:

 

Information about the projects is automatically generated from the FAU’s Current Information System (CRIS).